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Hannovers IBM-Gebäude weicht Neubauquartier

Für das seit sechs Jahre leerstehende IBM-Haus bahnt sich eine Lösung an: Die Weser-Wohnbau GmbH & Co. KG, die die Immobilie in der Hamburger Allee zu Beginn des Jahres von der Turtle Portfolio GmbH & Co KG mit Sitz in Frankfurt am Main gekauft hat, startet die Neugestaltung des Areals. Den Plänen zufolge könnte damit aus dem Schandfleck, der in den vergangenen Monaten immer wieder als „Drogentreffpunkt für Suchtkranke“ Schlagzeilen gemacht hat, in absehbarer Zeit wieder ein attraktiver Standort werden.

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Die Entwürfe zur ehemaligen Konzernsitz von IBM stammen vom renommierten Architekten Dieter Oesterlen und stehen für die Baukunst der Nachkriegszeit. Das Gebäude wurde 1969 mit 5.800 m² Bürofläche fertiggestellt und beherbergte rund 250 Mitarbeiter des Computerkonzerns. Zeitweise gab es Überlegungen das Verwaltungsgebäude unter Denkmalschutz zu stellen, nachdem aber die Entscheidung gefallen war, den Landtag abzureißen, der auch aus der Feder von Oesterlen stammt, war auch die Diskussion vom Tisch, das IBM-Gebäude als Baudenkmal auszuweisen. Für die Standortentwicklung sicherlich ein Vorteil. Denn hätte das Land anders entschieden, wäre es aufgrund des schlechten Zustands der Immobilie nahezu unmöglich gewesen einen Investor zu finden.

Im Rahmen der Vorstellung der neuen Pläne für das Areal präsentierte Dr. Matthias Zimmermann, Geschäftsführer der Weser-Wohnbau, ein architektonisch anspruchsvolles Neubauquartier, das eine „erhebliche Steigerung der Lebens-, Arbeits- und Aufenthaltsqualität an dieser für das nördliche Bahnhofsquartier wichtigen Achse bringen soll.“ Auf dem Grundstück des ehemaligen IBM-Verwaltungsbau wird ein neues Büro- und Hotelgebäude entstehen. Die rückwärtige Baulücke an der Bronsartstraße wird durch ein Wohngebäude geschlossen.

Für die Neugestaltung hat die Weser-Wohnbau einen Architektenwettbewerb mit neun regional, national und international renommierten Büros ausgelobt. Anfang Oktober findet das Preisgericht zur Entscheidung über die Wettbewerbsergebnisse statt. „Mit Prof. Hilde Léon, Prof. Dietrich Fink und Andreas Hild haben wir drei hervorragende Mitglieder in der Preisgerichtsjury, die für eine ganzheitliche Qualität der Neubebauung einstehen werden“, urteilt Uwe Bodemann, Stadtbaurat der Landeshauptstadt Hannover.

Die angestrebte Neubebauung wird im Büroteil ca. 2.200 m² Mietfläche und somit Platz für ungefähr 100 Arbeitskräfte bieten. Das Hotel wird über ca. 120 Zimmer verfügen. An der Bronsartstraße werden Eigentumswohnungen verkauft. Die kompakten 3-Zimmer-Wohnungen umfassen Wohnflächen von ca. 75-80 m² und orientieren sich mit Ihren großzügigen Balkonen alle Richtung Süden und in den ruhigen Innenhof. „Das Investitionsvolumen für die Gesamtmaßnahme wird sich auf knapp 20 Mio. Euro summieren“, beziffert Matthias Zimmermann.

Im Anschluss an die Auswahl der 1.- 4. Preise des Architektenwettbewerbs strebt die Weser-Wohnbau die zügige Einreichung der Bauanträge an. In Abhängigkeit der Nachfrage könnte mit den Bauarbeiten ab Mitte 2012 begonnen werden.