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Duisburgs Innenstadt kämpft mit Konkurrenz im Umfeld

Der innerstädtische Einzelhandel der Stadt Duisburg, die 1975 noch knapp 600.000 Einwohner zählte, steht vor sehr vielfältigen Herausforderungen. Zu diesem Fazit gelangt der aktuelle Städtereport des Immobiliendienstleistungsunternehmens CBRE. Dennoch setzen strukturelle Maßnahmen – wie die Entwicklung des Duisburger Innenhafens und die Etablierung des innerstädtischen Einkaufszentrums FORUM – positive Impulse.

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Königsgalerie
Duisburg

Duisburg unterliegt bei den Bevölkerungszahlen einem Schrumpfungsprozess. Bis Mitte der 1980er Jahre zählte die Stadt zu den zehn größten Metropolen der Bundesrepublik. Keine Ruhrgebietsstadt hat einen so großen Rückgang ihrer Bevölkerungszahl zu verzeichnen wie Duisburg. Die Gründe für die Abnahme liegen weniger am Geburtenrückgang, sondern an dem massiven Wegzug vieler Bevölkerungsteile. Tatsächlich kämpft die Stadt seit Jahren stärker mit den Herausforderungen des Strukturwandels im Ruhrgebiet als andere Standorte. Dennoch kann Duisburg auch auf einige Erfolge in diesem Zusammenhang hinweisen. Ein gelungenes Beispiel ist die Umwandlung des Duisburger Innenhafens zu einem attraktiven Büro- und Wohngebiet mit vielfältigem Gastronomieangebot. Zudem gilt die Stadt noch immer als größter Binnenhafen Europas.

Ladenlokale entlang der Duisburger Top 1a-Lage Königstraße erzielen aktuell Mietpreise um 75,00 Euro/m² monatlich. Ein Wert, den attraktive Mittelstädte wie Münster oder Freiburg derzeit verdoppeln; ungeachtet der Tatsache, dass sie nur über etwa die Hälfte der Einwohner verfügen. Entschieden negativer präsentiert sich die Situation in den Duisburger Nebenlagen Münzstraße, Kuhstraße oder Sonnenwall, die noch vor zwei Jahrzehnten als einigermaßen attraktive Einkaufsstraßen gegolten haben.

Duisburg im Vergleich zu anderen Städten
Spitzenmiete pro Monat Marktpotenzial 2012
Essen80 €/m²3.278.000.000 €
Duisburg 70 €/m²2.343.000.000 €
Bochum90 €/m²2.026.000.000 €
Oberhausen 25 €/m²1.327.000.000 €
Mülheim/Ruhr30 €/m²1.027.000.000 €


Frank Emmerich, Leiter der Einzelhandelsvermietung bei CBRE in Düsseldorf: „Heute muss man die Mieter für diese Lagen mit der Lupe suchen. Den wenigen Mutigen ist zudem leider zu häufig kein langes Geschäftsleben an diesem Standort gegönnt. Eine Katze, die sich selbst in den Schwanz beißt und den Niedergang der Lage aus sich selbst heraus weiter forciert. Filialisten meiden diese Lagen ohnehin. Als Mieter kommen fast ausschließlich regionale Anbieter und Discounter in Frage. Einzig die Kuhstraße als direkte Verlängerung hat vor dem Hintergrund der Eröffnung der Königsgalerie derzeit Chancen, wieder als echte 1a-Lage gehandelt zu werden.“

Das Bauvorhaben auf dem Areal der früheren Galeria Duisburg umfasst etwa 16.500 m² Einzelhandels- und Gastronomieflächen und wurde Ende Oktober 2011 eröffnet. Zu den Mietern zählen neben anderen Hennes & Mauritz (2.500 m²), Tommy Hilfiger, Calida, Cecil, Depot, dm, G-Star, Mango, Mexx, Pandora, Tamaris, Triumph, Gerry Weber und Wellensteyn. Die Tatsache, dass das Center trotz des attraktiven Mieterbesatzes noch durch Leerstände geprägt ist, führt Emmerich auf das große Angebot an kleineren Flächen in der Duisburger Innenstadt zurück. „Tatsächlich“, so Emmerich, „sind eher größere Flächen gesucht.“

Ihrem Anspruch als Top 1a-Lage kann laut CBRE die Königstraße nicht gerecht werden, die zwar durch die Ansiedlung des Multi Development-Einkaufszentrums FORUM an Attraktivität gewonnen hat, deren Strahlkraft aber in dem konkurrenzlos massiven Verdrängungswettbewerb im Ruhrgebiet begrenzt bleibt. Als besten Bereich definiert der Einzelhandelsexperte die Königstraße zwischen Sonnenwall und Tonhallenstraße.

Zwar belebten die beiden Center die 1a-Lagen in Duisburg spürbar – klar werde jedoch, dass diese nicht von der Stärke der Einkaufsstraße profitieren sondern umgekehrt. Emmerich: „Duisburgs 1a-Lage ist sehr stark durch die beiden Center geprägt. Die eigentliche 1a-Lage mit ihren Geschäftshäusern gerät dabei etwas in den Hintergrund. So lassen sich aus diesem Bereich auch kaum neue Vermietungen vermelden. Die spektakulären Neuzugänge resultieren insgesamt aus Vermietungen in den Centern, insbesondere der Königsgalerie.“