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Wohnimmobilien in Frankfurt stark nachgefragt

Die Preise in der Finanzmetropole sind im ersten Halbjahr 2016 gegenüber 2015 in fast allen Lagen und Segmenten weiter gestiegen. Dies geht aus einer aktuellen Analyse des Maklerunternehmens von Poll Immobilien hervor. Die größten Preisanstiege registrierte das Haus in den einfachen, mittleren und guten Wohnlagen. So stieg die Preisspanne für Ein- und Zweifamilienhäuser im Bestand in mittlerer Wohnlage von 250.000 bis 780.000 Euro im Jahr 2015 auf 280.000 bis 850.000 Euro in der ersten Jahreshälfte 2016 an. Die Quadratmeterpreise für Bestands-Eigentumswohnungen in guten Lagen stiegen von 3.500 bis 6.200 Euro auf 4.000 bis 6.500 Euro/m². Für ein Ein- oder Zweifamilienhaus in Premiumlage lag die Preisuntergrenze bei 750.000 Euro im Bestand und bei 900.000 Euro für Neubauten. 2015 waren es noch 700.000 bzw. 850.000 Euro. Die Obergrenze lag in beiden Zeiträumen bei rund 6 Millionen Euro. Für Eigentumswohnungen im Bestand in den Premiumlagen waren 2016 wie im Vorjahr 4.500 bis 10.000 Euro/m² realisierbar. Neubauwohnungen waren zwischen 5.200 und 12.000 Euro zu haben. Ein Reihenhaus im Bestand in Premiumlage kostete im Schnitt ab 650.000 Euro, in guter Lage ab 350.000 Euro.

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Transaktionsvolumina auf Rekordkurs
Insgesamt wurden in Frankfurt im Jahr 2015 nach Zahlen des Gutachterausschusses rund 325,6 Millionen Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser umgesetzt - im Vergleich zu 2014 ein Anstieg um rund 12 Prozent. Circa 298,8 Millionen Euro entfielen auf Bestandsobjekte und 26,8 Millionen Euro auf Neubauimmobilien. Trotz niedrigerer Verkaufszahlen als im Vorjahr sorgen Preisanstiege dafür, dass das Transaktionsvolumen insgesamt steigt. Bei Eigentumswohnungen erreichte die Summe im Jahr 2015 einen Rekordwert von rund 1,4 Milliarden Euro – ein Anstieg um 8,7 Prozent gegenüber 2014. 662,3 Millionen Euro entfielen auf das Neubausegment und 741 Millionen Euro auf Bestandsimmobilien.

Anzahl der Verkäufe ab einer Million Euro wächst
30 Ein- und Zweifamilienhäuser und 108 Eigentumswohnungen wurden 2015 im Premiumsegment ab einer Million Euro verkauft. 2014 waren es noch 24 beziehungsweise 105 Beurkundungen. Die meisten Premiumhäuser wechselten in Sachsenhausen (7), Bockenheim (6) und Ginnheim (5) den Besitzer, die meisten Eigentumswohnungen im Westend (47), gefolgt von Sachsenhausen (28) und dem Europaviertel (12).

Wohn- und Geschäftshäuser gefragt wie nie
Knapp über eine Milliarde Euro wurden 2015 für Wohn- und Geschäftshäuser bezahlt, rund 30 Prozent mehr als 2014. Die Anzahl der verkauften Objekte lag mit 397 jedoch nur vier Prozent höher als 2014. Insgesamt ist die Nachfrage deutlich höher als das Angebot. Der größte Teil der Käufer sind Privatpersonen, vermehrt auch Erstkäufer. Trotz insgesamt zurückgehender Renditen bleiben Wohn- und Geschäftshäuser in Frankfurt eine attraktive Anlage.

Ausblick
Frankfurt gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten in Deutschland. Bis 2025 rechnet die städtische Statistik mit einem Anstieg der Einwohner von aktuell rund 725.000 auf rund 794.000. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien wird demnach weiter steigen. Der Neubau von Wohnungen kann trotz steigender Fertigstellungszahlen den Bedarf nicht decken. Von Poll Immobilien geht daher von weiter steigenden Preisen aus. Das günstige Zinsumfeld und die im internationalen Vergleich immer noch moderaten Preise verstärken diesen Trend.