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Immobilienklima lässt weiter Federn

Der bisherige Sommer dieses Jahres und das aktuelle Immobilienklima haben eines gemeinsam: Eitel Sonnenschein wird nicht geboten. Gleich um 4,4 Prozent büßt das Stimmungsbarometer Deutsche-Hypo-Index ein. Dies ist nicht nur der stärkste Einbruch im Jahr 2015, sondern auch der dritte Rückgang in Folge. Eine solche Negativentwicklung ist unserem Index zuletzt 2012 widerfahren.

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Wirklich besorgniserregend ist das aktuelle Ergebnis noch nicht: Mit jetzt 130 Punkten befindet sich das Immobilienklima ungefähr auf dem Stand des Jahresanfangs – und damit weiterhin auf hohem Niveau. Dennoch sind drei aufeinanderfolgende Rückgänge ein Fingerzeig, dass sich der Immobilienboom der vergangenen Monate nicht unendlich fortsetzt. Eine Erklärung für das Index-Resultat stellen sicherlich die momentanen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen dar. Zum einen fiel unsere Befragung in diesem Monat in die Zeit größter Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft Griechenlands. Zum anderen haben führende Wirtschaftsforschungsinstitute jüngst ihre Konjunkturprognosen für Deutschland leicht gesenkt, was natürlich auch die Stimmung beeinflusst.

Jenseits der Entwicklung des Deutsche-Hypo-Index sind Negativentwicklungen in der gewerblichen Immobilienwirtschaft nur vereinzelt zu beobachten. Festzustellen ist aber schon, dass das aktuelle Preisniveau in Deutschland, das sich inzwischen seit Längerem auf Rekordniveau befindet, bei Investoren verstärkt zu Irritationen führt. Von daher ist nicht auszuschließen, dass der jetzige Rückgang des Immobilienklimas mehr ist als ein Euphoriedämpfer. Ob wir allerdings jetzt zum Halbjahr 2015 tatsächlich schon vor einem entscheidenden Wendepunkt stehen, bleibt abzuwarten.