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Flughafen BER: Korruptionsaffäre dauert an

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin setzt die Ermittlungen gegen den ehemaligen Technik-Chefs des Berliner Flughafens BER, Jochen Großmann, mit Nachdruck fort, wie der zuständige Oberstaatsanwalt Frank Winter bestätigte. Wie lange die Voruntersuchungen wegen Verdachts auf Korruption fortgesetzt werden, konnte der Oberstaatsanwalt noch nicht sagen. Er rechne aber mit einem Abschluss der Unterlagensichtung bis Ende August.

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Derzeit werte man Akten und Computerfestplatten aus, die bei einer Hausdurchsuchung Ende Mai in Großmanns Privat- und Geschäftsräumen sicher gestellt worden waren [Nächste Katastrophe am BER: Technikchef unter Korruptionsverdacht]. Dabei soll es sich laut Staatsanwaltschaft um mehrere Terabyte an Daten handeln; die Überprüfung wird entsprechend zeitaufwändig. Neue Verdachtsmomente seien aber nicht hinzugekommen, so die Behörde.

Großmann wird vorgeworfen, er habe in seiner Zeit als Technikchef im Rahmen einer Auftragsausschreibung Geld für sich selbst abzweigen wollen. So soll er laut ersten Indizien eine holländische Projektfirma angewiesen haben, einen Auftragsvorschlag um 350.000 Euro zu erhöhen und das Geld dann nach Erhalt an eine seiner eigenen Firmen zu überweisen. Auch soll es zu verbotenen Preisabsprachen unter den Bietern gekommen sein, an denen Großmann womöglich beteiligt war.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn hat derweil die Suche nach einem neuen Generalplaner eingestellt – es hat sich offenbar kein geeigneter Bewerber gefunden, der sich den Job zutraut. Aufträge sollen jetzt gestückelt werden und einzeln zur Ausschreibung kommen. Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus befürchtet, dass sich der Projektfortgang dadurch weiter verzögert – und verteuert. Schon jetzt ist der BER ein Steuergrab, dass mindestens 5,7 Milliarden Euro kosten wird. Die Kündigung des ehemaligen Generalplaners im Jahr 2012 sei ein Fehler gewesen, hieß es von den Grünen. Mit einer Eröffnung des BER wird nicht vor 2016 gerechnet.