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BIG-Bremen: Bilanz nach 1 Jahr Bremer Unternehmerkredit

Ein Jahr nach dem Programmstart hat Bremens Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek (Bild l.) eine überaus erfolgreiche Bilanz des zinsbegünstigten „Bremer Unternehmerkredits“ (BUK) bezogen. „Die Nachfrage der klein- und mittelständischen Betriebe ist wesentlich größer als zunächst prognos- tiziert“, sagte Kastendiek am Montag (9.10.2006) auf einer Pressekonferenz der landeseigenen Förderbank Bremer Aufbau-Bank GmbH. Statt 40 Millionen Euro seien im ersten Jahr 52 Millionen Euro als Darlehen an 210 Unternehmen in Bremen und Bremerhaven bewilligt worden. Mit den Krediten seien 285 neue Arbeitsplätze geschaffen, 4.600 bestehende Arbeitsplätze gesichert und 62 Neugründungen oder Betriebsübernahmen unterstützt worden. „Die Zahlen zeigen den Bedarf und gleichzeitig den Erfolg des neu geschaffenen Wirtschaftsförderinstruments“, so der Senator. Gerade die klein- und mittelständischen Betriebe hätten besondere Probleme bei der Beschaffung von Krediten.

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Seit 1. Oktober 2005 bietet die Bremer Aufbau-Bank GmbH, Förderbank des Landes Bremen und Tochtergesellschaft der Bremer Investitions-Gesellschaft mbH (BIG), in enger Abstimmung mit dem Senator für Wirtschaft und Häfen den Bremer Unternehmerkredit als zinsbegünstigtes Förderprogramm für den Mittelstand in Bremen und Bremerhaven an. Mit dem Bremer Unternehmerkredit werden Investitionsvorhaben der Unternehmen und Betriebsmittel für Unternehmenswachstum finanziert. Die Kreditbeträge reichten von 10.000 Euro bis 2 Mio. Euro pro Antrag, so Holger Neumann, Geschäftsführer der Bremer Aufbau-Bank GmbH. Die durchschnittlich bewilligte Kredithöhe betrug ca. 250.000 Euro. Etwa 40 Prozent der vergebenen Kredite waren kleiner als 50.000 Euro und kamen insbesondere kleinsten Unternehmen zugute.

Der Bremer Unternehmerkredit ist für langfristige Finanzierungen von Investitionen einsetzbar und zur Finanzierung von Betriebsmitteln. Das Gesamtvolumen des Kreditprogramms beträgt bis zu 250 Mio. Euro, die bis 2010 zur Verfügung stehen. Die Bremer Aufbau-Bank verwendet Mittel des KfW-Unternehmerkredits und gewährt aus eigenen Mitteln eine Zinsvergünstigung von 0,25 Prozent pro Jahr für Vorhaben in Bremen und von 0,4 Prozent für Bremerhavener Projekte. Diese Zinsvergünstigungen dürfen im Rahmen der so genannten 'de-minimis-Regel' gewährt werden und sind EU-rechtlich einwandfrei.

Neue Angebotsvariante
Finanzierungen im Rahmen des Bremer Unternehmerkredits werden von der Bremer Aufbau-Bank nicht unmittelbar dem Investor gewährt, sondern ausschließlich über dessen Hausbank, bei der ein Kreditantrag gestellt werden muss. Ab Dezember dieses Jahres wird die Bremer Aufbau-Bank das Angebot des Bremer Unternehmerkredits (BUK) um eine Variante mit Haftungsfreistellung – den so genannten „BUK Plus“ -erweitern. Die Hausbanken erhalten mit diesem Produktangebot die Möglichkeit, in einem Arbeitsschritt direkt über die Aufbau-Bank für ihre Kreditnehmer ein zinssubventioniertes Darlehen in Verbindung mit einer Risikoentlastung zu beantragen. Üblicherweise trägt die Hausbank das Kreditrisiko vollständig, wird aber künftig durch „BUK Plus“ zu 80 Prozent entlastet.