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Zwischen Alster und St. Georg entsteht der neue Alstercampus

Alstercampus. Das ist der Name des neu entstehenden Areals zwischen Alster und dem Herzen von St. Georg. Die Volksfürsorge, die ihre Hauptverwaltung auf den Standort am Besenbinderhof konzentriert, übergibt das Gelände zwischen „An der Alster“, „Alstertwiete“ und dem „St. Georgs Kirchhof“, um das rund 11.000 m² große Grundstück zu einem neuen Ensemble aus Wohnungen, Büros und weiteren Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln. „Wir sehen uns in einer besonderen Verantwortung“, sagt Jörn Stapelfeld, Vorstandsvorsitzender der Volksfürsorge Versicherungen, „deshalb haben wir einen umfangreichen und anspruchsvollen Architektenwettbewerb ausgelobt, um eine optimale Gestaltung für die angedachten Gebäude zu bekommen.“

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Die Volksfürsorge hatte die Gebäude in der zentralen Lage, die die Bürolage in erster Reihe mit Blick auf die Hamburger Außenalster mit dem Herzen des sich gerade in den vergangenen Jahren stark entwickelnden Stadtteils St. Georg verbindet, seit rund 85 Jahren als Hauptverwaltung genutzt. „Nun aber wollen wir das Gelände mit Bedacht zurückgeben zur Unterstützung einer positiven Entwicklung des Stadtteils“, so Stapelfeld. Dazu beitragen soll auch der Bau von voraussichtlich 90 bis 110 neuen Wohnungen, die langfristig im Bestand des Unternehmens gehalten und daher allein dem Mietwohnungsmarkt übergeben werden sollen.

Mit der „Rückgabe“ des Grundstücks wird an die ursprüngliche Geschichte des Stadtteils St. Georg angeknüpft, der lediglich wegen seiner zentralen Lage nach dem Krieg als City-Erweiterungsgebiet vorgesehen und damit extrem falsch verstanden wurde. „St. Georg hat sich heute zu einem attraktiven und bunten Quartier entwickelt, dies wollen wir unterstützen“, erläutert Stapelfeld die Überlegungen.

Masterplan
Für die immobilienwirtschaftliche Entwicklung und das Projektmanagement des gesamten Vorhabens „Alstercampus“ ist die AMB Generali Immobilien GmbH, Köln, zuständig, das zentrale Dienstleistungsunternehmen für alle immobilienwirtschaftlichen Fragen in der AMB Generali Gruppe. Im Auftrag der Volksfürsorge, vertreten durch AMB Generali Immobilien, hat die Projektentwicklungsgesellschaft TammImmobilien GmbH zusammen mit dem Architekturbüro KSP Engel und Zimmermann einen Masterplan für das Entwicklungsgebiet entwickelt, das sieben einzelne Baukörper, zwei davon für neue Wohnungen vorsieht. Ein Baukörper soll alternativ für ein Hotel geplant werden.

„Unsere Überlegungen zur Entwicklung des Masterplans wurden durch die einmalige Chance getragen, das gesamte Areal einer zusammenhängenden Entwicklung zuführen zu können“, sagt Jens Tamm, Geschäftsführer von Tamm, die im Auftrag der Volksfürsorge für die Projektentwicklung zuständig ist. „Eine zusammenhängende Entwicklung bedeutet aber zugleich, die Herausforderungen der Lage und des Umfelds anzunehmen“, so Tamm weiter. Die Herausforderungen liegen in der Tiefe des Grundstückes und der Erschließung des Areals, insbesondere der innenliegenden Bereiche sowie dem Kontrast der innerstädtischen „Kiezlage“ zur weiträumigen Außenalsterlage.
Beide Faktoren werden im Masterplan umgesetzt und miteinander vereint.

Verbindung von Außenalster und Lange Reihe über neueAllee
Deshalb stellt die Auslobung des Architektur-Wettbewerbs den eingeladenen Architekten die Aufgabe, neue Wegebeziehungen zur Verbindung der Außenalster mit der Langen Reihe herzustellen. Auch eine Öffnung der ersten Baureihe „An der Alster“ hin zur Außenalster soll mitbedacht werden. Auf dem Gelände selbst sollen keine Autos verkehren dürfen. Für Parkraum wird auf zwei Ebenen in einer zu bauenden Tiefgarage gesorgt. Die sieben Baukörper des Masterplans sind heterogen angeordnet, um so einen Wechsel von engen Straßen- bzw. Wegeräumen und großzügigen Platzaufweitungen zu ermöglichen, die durch neue Wegebeziehungen, Mischnutzungen und ein gastronomisches Angebot belebt werden.

„Wir verfolgen das Ziel, dass ein klar verständliches, städtebauliches Ensemble mit einer lage- und quartiersadäquaten sowie ausgeglichenen Mischnutzung aus Wohnen und Arbeiten entsteht,“ sagt Achim Tillmann, Geschäftsführer der AMB Generali Immobilien. Konkret soll das Quartier durch eine neue Allee erschlossen werden. Die Öffnung zur Alster und zur Alstertwiete soll durch weiträumige Wege-, Sicht- und Platzbeziehungen erreicht werden und eine nach außen transparente, einladende Innenqualität schaffen. Der Besucher oder Bewohner soll beim Durchqueren des Quartiers eine für Ihn wie selbstverständlich erscheinende Abfolge von Plätzen und Freiräumen erleben. Die städtebauliche Struktur soll im Zusammenspiel mit der gewählten Nutzungsmischung ein attraktives, lebendiges, einladendes, urbanes Quartier entstehen lassen, das mittels klarer Architektur einen außergewöhnlichen, öffentlichen Ort schafft, der das Umfeld einbindet und aufwertet.

Teilnahme von namhaften Architekten
Eine Reihe namhafter Architekturbüros hat zugesagt, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Die Liste umfasst folgende Büros: Böge Lindner Architekten, gmp Gerkan, Marg und Partner, Schenk + Waiblinger Architekten und Jan Störmer Partner, alle Hamburg, Kleihues + Kleihues, Berlin, Stefan Forster Architekten, Frankfurt, und Schmidt, Hammer & Lassen, Kopenhagen. Die Architekten sind aufgefordert, ihre Vorschläge bis zum 10. September des Jahres abzugeben; das Preisgericht wird Ende September die besten Entwürfe prämieren.
Das gesamte Bauvorhaben ist in zwei Bauabschnitten geplant. Der Bau der ersten drei Gebäude (im Masterplan die Bauten A, B und C) beginnt im vierten Quartal dieses Jahres. Insgesamt ist der Bau von rund 47.500 m² oberirdische Bruttogeschossfläche geplant, was etwa 37.000 bis 38.000 m² Nutzfläche entspricht. „Wir haben ein Investitionsvolumen insgesamt von über einhundert Millionen Euro kalkuliert“, so Stapelfeld, „wir investieren damit für unsere Versicherten in ein erstklassiges Renditeobjekt, das zur Attraktivität unserer Kapitalversicherungen beitragen wird.“