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Zinshäuser in Hamburg gefragt wie nie

Der Hamburger Zinshausmarkt boomt, ein Ende des Aufschwungs ist nicht abzusehen. Im branchenüblichen Verhältnis von Jahresmiete zu Kaufpreis ausgedrückt, liegen die Preise im Schnitt bereits 2 Jahresmieten über denen des Jahres 2005. In den guten bis sehr guten Lagen werden Zinshäuser sogar bis zu 3 Jahresmieten höher verkauft als noch im Vorjahr.

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So wechseln inzwischen Zinshäuser in guten Lagen, beispielsweise in Eppendorf, bis zur 20-fachen Jahresmiete den Besitzer. 2005 wurde noch für die 18-fache Jahresmiete abgeschlossen, haben Silvia Biecheler und Markus Witt, Zinshausexperten von Grossmann & Berger festgestellt.

Ursache des signifikanten Preisanstiegs
Hamburger Wohnimmobilien sind derzeit bei unseren europäischen Nachbarn gefragt wie nie, eine ähnliche Entwicklung wie sie im Investmentmarkt zu beobachten ist. Vor allem dänische Käufer drängen derzeit geradezu in Scharen auf den Hamburger Wohnungsmarkt. Sie locken die im Vergleich zu ihren Heimatmärkten hohen Renditen und der Hoffnung, dass die Preise auch hierzulande kräftig steigen. In Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen sind die Wohnungspreise in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 50 Prozent gestiegen. Die Gründe liegen in der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung und nicht zuletzt auch an der hohen Wohneigentumsquote. In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen liegt sie bei etwa 80 Prozent während sie in Hamburg bei rund 20 Prozent verharrt. Hamburger Zinshäuser versprechen derzeit Renditen von vier bis knapp sechs Prozent. Im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Standorten ist das hoch: Beispielsweise in Kopenhagen erzielen Wohnimmobilien gerade einmal zwei bis drei Prozent Rendite.

Gute Objekte sind rar – und werden immer rarer.
Gefragt sind vermietete Wohnimmobilien aller Art und in allen Hamburger Lagen. Besonders gesucht sind Zinshäuser ab sechs Wohneinheiten und – wegen der höheren Rendite - mittlere Lagen. Im Gegensatz zu den angelsächsischen Käufern, die meist an Immobilien mit mindestens 50 Wohnungen interessiert sind, sind die dänischen Investoren auch bereit, in kleinere Einheiten ab einer Million Euro zu investieren. Sie sind auch bereit, komplette Sanierungen vorzunehmen, kaufen Objekte mit Instandhaltungsstau, die sie sanieren, umbauen, aufstocken. Inzwischen sind die Dänen gut über den Hamburger Markt informiert; sie verfügen über ein Netzwerk von Ingenieuren, Anwälten und Sachverständigen und lassen die Immobilie aufwändig prüfen. Ihr Anlagehorizont ist mit mindestens zehn Jahren eher längerfristig angelegt,

Nach Einschätzung von Grossmann & Berger wird sich der Zinshausboom auch in 2007 fortsetzen. Denn aufgrund der mit der geringen Bautätigkeit verbundenen Wohnungsverknappung sind weitere Preisanstiege zu erwarten. Während die Bevölkerung seit 1999 langsam aber stetig ansteigt – bis 2020 soll die Einwohnerzahl Hamburgs rund 1,95 Mio. Einwohner betragen – weist der Wohnungsneubau seit 1998 ebenso kontinuierlich nach unten. Dieses in allen Kategorien, bei Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Ein- bis Zweifamilienhäusern.