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ZIA übt Kritik an geplanter Fremdkapitalregelung für Fonds

Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am gestrigen Mittwoch das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz beraten und sich unter anderem darauf verständigt, dass offene Fonds künftig nicht mehr als dreißig Prozent Fremdkapital aufnehmen dürfen. Zurzeit gestattet das Investmentgesetz noch eine Quote von fünfzig Prozent. Kurz darauf bezog der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss dazu Stellung. Er hält die geplante Verschärfung der Fremdfinanzierungsquote bei offenen Fonds für unnötig und unverständlich.

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Es sei schwer verständlich, warum der Gesetzgeber auf einmal Verschärfungen an der Fremdfinanzierungsquote vornehmen will. Im gesamten bisherigen Verfahren wäre das kein Thema gewesen, heißt es vom ZIA. Deutsche offene Fonds hätten sich auch in der Krise dadurch ausgezeichnet, so der ZIA weiter, dass sie im Schnitt eine solide Eigenkapitalquote aufgewiesen haben. Die Fremdkapitalquote habe regelmäßig unter dem gesetzlich zulässigen Maß gelegen. Für eine Reduzierung der Fremdfinanzierungsquote gäbe es daher überhaupt keinen sachlichen Grund.

Sie wirkt im Gegenteil sogar kontraproduktiv, weil sie den Fonds die Flexibilität im Liquiditätsmanagement und einen wichtigen Liquiditätspuffer bei Engpässen nimmt, fährt der ZIA fort. Wenn der Gesetzgeber mit dem Gesetz die Aussetzung von Anteilsrücknahmen in Zukunft vermeiden wolle, dürfe eine solche Regelung auch im Interesse der Anleger nicht in das Gesetz. Das Gesetz wird voraussichtlich am Freitag vom Bundestag verabschiedet. Die abschließende Beratung im Bundesrat ist für den 18. März 2011 geplant.