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Wolfsburg: Wohngebiet mit rund 750 Einheiten geplant

Um der starken Nachfrage nach qualitätsvollem Wohn- und Lebensraum in der Wolfsburger Innenstadt nachzukommen, werden die Weichen gestellt, im östlich des Schillerteichs gelegenen Stadtteil Hellwinkel ein Wohngebiet mit 750 Einheiten auf insgesamt rund elf Hektar Fläche zu realisieren.

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Diese Entwicklung ist möglich geworden, weil die zurzeit dort noch ansässigen Kleingartenvereine Steimker Berg und Waldfrieden bereit waren zugunsten der dringend notwendigen Wohnbaulandentwicklung ihre Kleingärten aufzugeben. Dies ist insofern besonders heraus zu heben, weil daran deutlich wird, dass der Erfolg diese aktuell so wichtige Aufgabe der Stadt Wolfsburg zu bewältigen davon abhängt, dass der Wohnungsbau als Herausforderung für alle verstanden wird und jeder seinen Beitrag dazu leistet. „Aus diesem Grunde danken wir den betroffenen Vereinen für die konstruktive Bereitschaft eigene Interessen gegenüber vordringlichen Bedarf an Wohnraum zurück zu stellen“, erklärt Stadtbaurätin Monika Thomas.

Im Rahmen dieses Verfahrens stehen nun die nächsten wichtigen Schritte auf dem Programm. Vor dem Hintergrund wird das Thema gleich in drei Vorlagen im Planungs- und Bauausschuss am Donnerstag, dem 9. Juli, beraten. Parallel werden die betroffenen Ortsräte beteiligt. Die jeweiligen Beschlüsse sollen in der Ratssitzung vor der Sommerpause am 22. Juli herbeigeführt werden.

Auf der Tagesordnung steht der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zum Bebauungsplan und der örtlichen Bauvorschrift über die Gestaltung für das Gebiet Hellwinkel an. In dem Zusammenhang hatte im September 2014 bereits eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit stattgefunden, an der sich etwa 160 Bürger beteiligten.

Im Weiteren befasst sich der Ausschuss mit dem Objektbeschluss zur inneren Erschließung des Baugebietes. Dazu zählen neben dem Straßenbau auch die Entwässerung, Regenwassermanagement, Freiraumplanung, Beleuchtung und Pflanzungen in Höhe von insgesamt grob geschätzten 16,8 Millionen Euro.

Schließlich endet die Beschlussreihe mit dem Objektbeschluss für die verkehrliche Anbindung des künftigen Baugebietes, das über die Reislinger Straße und den Nelkenweg sowie einen stadtteilverbindenden Komfortradweg erschlossen werden soll. Für die äußere Erschließung sind rund 3,5 Millionen Euro vorgesehen. Davon entfallen auf den Straßenbau allein 2,7 Millionen Euro.
Das städtebauliche Konzept des Quartiersentwicklungsplans sieht für das Baugebiet Hellwinkel auf dem bis zu sechs Meter aufsteigenden Gelände zwischen Reislinger Straße und dem südlich gelegenem Stadtpark ein auf Terrassen angelegte Baugebiet für unterschiedliche Bautypen vor. Es besteht aus 27 Baufeldern mit Wohnmöglichkeiten für unterschiedlichste Nutzer.

Im Zentrum des Areals südlich des Quartierseingangsplatzes liegen in terrassierter Folge eine Reihe öffentlicher grüner Plätze, die neben Freizeit und Erholungsnutzen auch der Regenbewirtschaftung dienen und im Großräumlichen die Durchwegung von Wald und Landschaft im Süden zur Wasserlandschaft des Allerparks im Norden darstellen. Eine Promenade auf der mittleren Terrasse bildet das innere soziale Rückgrat, das sogenannte Wohnzimmer des Quartiers.

Die weitere Planung sieht vor das Kleingartenareal „Steimker Berg“ im ersten Schritt nach dem Jahreswechsel Anfang 2016 freizuräumen und im Anschluss mit den Erschließungsarbeiten zu beginnen. Mit ersten privaten Investitionen im Wohnungsbau ist bei günstiger Witterungslage ab Dezember 2016 zu rechnen. Die Umwandlung der Kleingartenanlage Waldfrieden beginnt dann drei Jahre später ab dem Jahr 2019.