Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Wohnungsbauprämie: Streit um 45,06 Euro ist absurd

Nach Ansicht der ALT & KELBER Wohnungsprivatisierung ist der Koalitions-Streit um die Abschaffung der Wohnungsbauprämie und das Wohn-Riester-Gesetz eine der absurdesten politischen Possen der vergangenen Monate. „Niemand entscheidet sich wegen 45,06 Euro Höchstförderung im Jahr für den Kauf einer Eigentumswohnung“, sagte Geschäftsführer Jürgen Kelber.

.

„Eine kleine Eigentumswohnung erfordert in der Regel etwa 10.000 Euro Eigenkapital. Umgerechnet 450,60 Euro, die in zehn Jahren angespart wurden, bewirken dabei rein gar nichts.“ ALT & KELBER ist mit über 35.000 einzeln verkauften Wohnungen Marktführer im Bereich sozial verantwortliche Wohnungsprivatisierung.

Auch wenn die Abschaffung der Wohnungsbauprämie in der Praxis keine große Rolle spielt, so zeigt die aktuelle Diskussion, dass zahlreiche Politiker nicht verstanden haben, worum es eigentlich geht. Das Argument, es gebe genug Wohnungen in Deutschland und deshalb brauche man keine Förderung mehr, trifft das Problem nicht. „Es geht nicht um die Anzahl der Wohnungen, sondern um die Eigentumsquote, die so niedrig ist, wie in kaum einem anderen vergleichbaren Land. Deutschland ist noch immer ein Land der Mieter und muss aber eine Gesellschaft der Eigentümer werden.“

Bestes Beispiel sind die USA. Obwohl die Wohneigentumsquote dort bereits bei 70 Prozent liegt und damit deutlich oberhalb der 43 Prozent in Deutschland, sollen zahlreiche Maßnahmen Geringverdienern dabei helfen, ein eigenes Heim zu erwerben. Spezielle Steuergutschriften oder die Auflage eines Fonds, der 40.000 Familien jährlich darin unterstützen soll, eine Anzahlung für Hypothekendarlehen zu leisten, sind nur einige der Punkte.

Auch der Entwurf des Wohn-Riester-Gesetzes führt überwiegend zu Bürokratie, weil die Finanzämter über Jahrzehnte hinweg die Förderung dokumentieren müssen, um später eine nach gelagerte Besteuerung darstellen zu können. „Ein Grundfehler liegt außerdem darin, dass nur selbst genutzte, nicht jedoch auch vermietete Immobilien gefördert werden sollen“, so Kelber.

„Insgesamt ist es wichtig, dass Verbände und Politik wieder große Ziele formulieren. Für eine Gesellschaft der Eigentümer würde ein solches Ziel beispielsweise darin bestehen, 60 Prozent Eigentumsquote erreichen zu wollen“, so Kelber.