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Baukonjunktur stabil - Wohnungsbau bleibt Treiber

Die Baukonjunktur entwickelt sich trotz weltwirtschaftlicher Turbulenzen stabil. Zwar sind, wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlbildes mitteilt, die baugewerblichen Umsätze im Bauhauptgewerbe im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um nominal 2,7 % zurückgegangen. Der Hauptverband führt dies aber vor allem darauf zurück, dass der Juni 2011 zwei Arbeitstage weniger aufwies als der Vergleichsmonat des Vorjahres. Für das 1. Halbjahr insgesamt ergab sich ein deutliches Umsatzplus von nominal 15,3 %. Auch das Wachstum der Baunachfrage schwächte sich - arbeitstagebedingt - etwas ab, für den Juni war ein nominales Auftragsplus von 2 % zu verzeichnen (1. Halbjahr 2011: + 7,1 %).

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Treiber der konjunkturellen Entwicklung ist weiterhin der Wohnungsbau: Im Juni wuchsen die Wohnungsbauumsätze zwar nur um 0,9 %, für die ersten sechs Monate ergibt sich aber immer noch ein Plus von 19,5 %. Überraschend positiv ist auch weiterhin der Auftragseingang: Im Juni gab es einen Orderschub von 14,6 %, für das 1. Halbjahr steht ein Auftragszuwachs von 26,5 % in den Büchern. Dass dieser Aufschwung auf einem soliden Fundament steht, zeigt ein Blick in die Genehmigungsstatistik: Im 1. Halbjahr lag die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen um 22.000 Einheiten bzw. 30 % über dem Vorjahresniveau.

Dagegen hat die zunehmende gesamtwirtschaftliche Verunsicherung im Wirtschaftsbau erste Spuren hinterlassen. Sowohl Umsatz (- 1,3 %) als auch Auftragseingang ( 0,9 %) verfehlten im Juni das Vorjahresniveau leicht. Für die ersten sechs Monate weisen allerdings sowohl Umsatz (+ 16,2 %) als auch Auftragseingang (+ 14,4 %) deutliche zweistellige Wachstumsraten auf. Der Hauptverband sieht deshalb in den schwächeren Juniwerten noch keine Trendwende. Dies zeigt sich auch daran, dass in diesem Monat die Genehmigungen im Wirtschaftshochbau um 17,8 % zugenommen haben, in den ersten sechs Monaten sogar um 24,8 %.

Sorgenkind bleibt weiterhin der Öffentliche Bau: Zwar sind die Auftragseingänge im Juni um 0,6 % gestiegen, bezogen auf das 1. Halbjahr war allerdings ein deutlicher Auftragseinbruch von 7,3 % zu verkraften. Beim Umsatz machte sich im Juni erstmals das allmähliche Auslaufen der Konjunkturprogramme mit einem Rückgang von 8,0 % bemerkbar. Durch das - vor allem saisonal bedingte - starke Wachstum im 1. Quartal ist allerdings für das 1. Halbjahr noch ein Umsatzzuwachs von 9,8 % zu verzeichnen. Die Genehmigungsstatistik lässt für die Produktion der nächsten Monate keine Besserung erwarten, die Baugenehmigungen (veranschlagte Baukosten) für öffentliche Bauherren brachen im 1. Halbjahr um 22,8 % ein.