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Wirtschaftliche Lage: Hamburg über Bundestrend

Axel Gedaschko

Während das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie heute eine abgeschwächte gesamtwirtschaftliche Leistung für das 2. Quartal 2008 meldet, kann Hamburg Zuwachs vermelden: Hamburgs Wirtschaft legte im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal um 0,2 Prozent zu, während auf Bundesebene die Wirtschaft 0,5 Prozent geschrumpft ist (saison- und kalenderbereinigt).

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Nach internen Schätzungen steht Hamburg in der Betrachtung des abgelaufenen Halbjahres mit einem Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gut da und damit leicht über der Bundesentwicklung mit 2,4%. Erste amtliche Daten werden Mitte September von den Statistischen Landesämtern vorgelegt.

"Die Hamburger Konjunktur ist stabil, dennoch müssen wir uns für zukünftige Schwankungen rüsten. Dabei gilt es die Jobmotoren wie Mittelstand und Handwerk zu stärken und die Standortbedingungen für die großen Unternehmen so zu gestalten, dass sie im internationalen Wettbewerb bestehen können.", erklärt Wirtschaftssenator Axel Gedaschko. „

Die robuste konjunkturelle Lage in Hamburg wird auch durch die deutliche Zunahme von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten belegt. Dabei liegt Hamburg nicht nur über der Bundesentwicklung, sondern ist absolut spitze. Kein anderes Bundesland weist eine 3 vor dem Komma aus. In Hamburg gibt es im aktuellen Halbjahr 3,3 % mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als im ersten Halbjahr 2007. Bundesweit beläuft sich der Zuwachs auf 2 %.

Hamburg profitiert von seiner speziellen Wirtschaftsstruktur, die einen höheren Dienstleistungsanteil hat und die anhaltende schwache Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen und Bauleistungen nicht in dem Maße wie in Wirtschaftsregionen mit einem hohen industriellen Wertschöpfungsanteil auf die Wirtschaftsleistung insgesamt drückt.

In der Kombination einer starken Mineralölverarbeitenden Industrie mit dem Importhafen, insbesondere von Mineralölerzeugnissen, konnte Hamburg sogar von den allgemein negativen Wirkungen von Preiserhöhungen profitieren.

Außerdem trugen das Verkehrsgewerbe, die öffentlichen und die privaten Dienstleistungen positiv zur Entwicklung bei.

In den bisherigen Projektionen wurden moderate Zuwächse im zweiten Halbjahr erwartet. Unter diesen Voraussetzungen erscheint ein Wirtschaftswachstum für Hamburg für das Jahr 2008 nicht unrealistisch.