Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Wiener Hotelmarkt wird für Investoren interessant

Der österreichische Hotelmarkt wird nicht nur für internationale Betreiber wieder interessanter, sondern auch für Investoren. Das zeigt vor allem die Verdoppelung des Investmentvolumens im Bereich Hotels im Jahr 2010 gegenüber dem Jahr 2009, in dem ca. 100 Millionen Euro investiert wurden. Diese Markteinschätzung wurde von CBRE ermittelt.

.

Insgesamt wurden im Jahr 2010 rund 240 Millionen Euro in Österreich in Hotels investiert. Wohlhabende Privatpersonen sowie Familienstiftungen waren die aktivsten Investoren in diesem Segment, sie waren für rund 90% des Investmentvolumens verantwortlich. Die größten Transaktionen im Hotelbereich konzentrierten sich – wie auch in den vergangenen Jahren – auf Wien – und hier wiederum auf das gehobene bzw. Luxussegment. Die wichtigsten Hotelinvestments im Jahr 2010 in Wien waren laut CBRE-Bericht: Radisson Blu Palais, Parkring 14-16, privater Investor [B&C verkauft Wiener Radisson Blu Palais Hotel], Sünnhof / Biedermeier Hotel, Landstraßer Hauptstraße 28, Investor: Invesco und Hotel Shangri-La, Schubertring 5-7, Investor: Flick Privatstiftung.

Andreas Ridder, Geschäftsführer CB Richard Ellis Österreich, kommentiert: „Viele internationale Investoren – sowohl private als auch institutionelle – interessieren sich wieder für den österreichischen Hotelmarkt, insbesondere für großvolumige Core-Objekte in Toplagen in Wien. Mit einem attraktiveren Angebot hätten wir in den vergangenen Monaten noch ein weitaus größeres Transaktionsvolumen realisieren können. Aufgrund der hohen Nachfrage und dem begrenzten Angebot am Wiener Markt rechnen wir für 2011 allerdings mit sinkenden Renditen.“

Wien folgt damit einer internationalen bzw. europäischen Entwicklung. Die größte europäische Hotel-Einzeltransaktion des Jahres 2010 fand in London statt, wo die Royal Bank of Scotland das renommierte 5-Sterne-Hotel Grosvenor House Hotel an die Sahara India Pariwar Group um rund 470 Millionen Britische Pfund verkaufte. Europaweit sind es vor allem geschlossene wie offene deutsche Immobilienfonds, aber auch internationale Versicherungen und Gruppen, die als Investoren im Hotelsegment auftreten.

Die Anzahl der Notverkäufe oder Insolvenzen im Jahr 2010 war in der österreichischen wie europäischen Hotelbranche entgegen aller Prognosen gering. Dies ist zum einen auf die kooperative Haltung der Banken, andererseits auf die sich rasch erholende Hotelbranche zurückzuführen. Im Jahr 2011 sollten sich – so die Prognose von CB Richard Ellis – der Trend und die hohe Nachfrage fortsetzen, eine Herausforderung stellt allerdings das relativ geringe Angebot am Wiener Hotelmarkt dar. „Sollten sich Eigentümer von Top-Hotels 2011 für einen Verkauf entscheiden, stehen die Zeichen auf Erzielung eines hohen Kaufpreises gut“, resümiert Ridder.