Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Spitzenmiete bei 25,5 Euro

Wiener Büromarkt zieht langsam wieder an

Sehr verhalten war der Start ins Jahr am Büromarkt Wien: das erste Quartal blieb mit rund 45.000 m² Vermietungsleistung deutlich hinter dem Wert des Vergleichszeitraums im Vorjahr. Allerdings hat sich die Situation im zweiten Quartal schon wesentlich verbessert, sodass zum Halbjahr bereits ca. 110.000 m² Büroflächen neu vermietet waren. „Dieser Wert liegt nur rund 10% unter dem des Vorjahres. Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine ähnliche Vermietungsleistung, sodass wir mit ca. 220.000 m² neu vermieteter Büroflächen in Wien per Jahresende rechnen“, so Patrick Schild, Head of Agency bei CBRE Österreich.

.

Die bis dato niedrigere Vermietungsleistung ist vor allem auf die geringe Fertigstellungsleistung zurückzuführen. „2019 kommen nur rund 42.000 m² neue Büroflächen auf den Markt. Diese Situation wird sich 2020 wieder leicht entspannen, wenn ca. 152.000 m² Flächen fertiggestellt werden – von diesen sind allerdings heute bereits knapp 40% vorvermietet“, so Schild.

Zu den größten neuen Projekten in Wien, die 2019 / 2020 fertiggestellt werden bzw. wurden, zählen: HoHo und der zweite Bauteil des Technologiezentrum Seestadt, das Inno Plaza und The Brick am Wienerberg, Silo Plus, das Haus am Schottentor, die beiden letzten Baustufen des Quartier Belvedere Central sowie das Projekt Bel & Main am Hauptbahnhof.

Der öffentliche Sektor (26%), Dienstleister (23%) sowie Mieter aus der Finanzbranche (22%) waren im ersten Halbjahr die aktivsten Abnehmer von Wiener Büroflächen.

Nach wie vor ist die Wiener Innenstadt der beliebteste Bürostandort: rund 34% aller Vermietungen im ersten Halbjahr 2019 fanden in den inneren Bezirken statt, der Hauptbahnhof war mit 25% der zweitstärkste Standort, danach folgten Wienerberg mit 16% sowie die Donau City mit 15%.

Die Spitzenmieten sind stabil und werden sich bis zum Jahresende nicht mehr verändern. In den Top-Lagen (wie z.B. Innere Stadt) werden 25,50 Euro/m²/Monat erzielt, in guten Lagen 18,50 Euro/m²/Monat, in durchschnittlichen Lagen 15,50 Euro/m²/Monat.

Die Leerstandsrate lag per 30. Juni 2019 in Wien bei 4,9%, bis zum Jahresende sollte sie aufgrund der geringen Fertigstellungsleistung auf 4,7% sinken.

„Unternehmen, die vorhaben umzuziehen, müssen dies immer länger im Voraus planen und sich in Geduld üben, denn viele Flächen, für die ein Mietvertrag unterschrieben wird, sind noch gar nicht gebaut bzw. fertiggestellt. Gemietet wird vor allem auf Basis von Plänen“, so Patrick Schild, der mit seinem Team im Jahr 2018 fast jede zweite Vermietung in Wien begleitet hat.