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Wiener Büromarkt hinter den Erwartungen

Während der Wiener Büromarkt im dritten Quartal 2012 bei den Vermietungen hinter den optimistischen Erwartungen blieb werden die Investoren wieder aktiver und investierten nach einem schwachen zweiten Quartal im Sommer 2012 rund 600 Millionen Euro. Bis zum Jahresende sollte ein Wert in der Höhe des Vorjahres – rund 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro - erreicht werden können.

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Die Investmentdeals in Österreich sind im dritten Quartal stark durch den Retail Bereich geprägt, denn in diesem Zeitraum wurden die beiden ehemaligen Inter IKEA Einkaufszentren in Haid und Graz verkauft. Dadurch und durch einige andere Deals liegt der Anteil von Retail am Gesamt-Investmentvolumen im dritten Quartal bei etwa 59,0 %, gefolgt von Office mit 21,5 % sowie dem nach wie vor starken Hotelsegment mit 11,5 %.

Innerhalb des vergangenen Jahres hat sich auch die Struktur der Investoren in Österreich stark verändert. Im dritten Quartal 2011 gingen noch rund 83 % aller Deals auf das Konto heimischer Investoren, im dritten Quartal 2012 betrug deren Anteil nur noch rund 47 %, während die Aktivitäten der deutschen Investoren sich beinahe verzehnfachten (Q3/2011: 3%, Q3/2012: 28%).

Für das IKEA Zentrum in Haid investierte ECE rund EUR 100 Millionen und damit die höchste Investmentsumme das Quartals. Weitere große Deals im dritten Quartal 2012: Marxbox in Wien 3 – Käufer: Wüstenrot Versicherung, Investmentsumme: rund 40 Millionen Euro; HCI Portfolio in und um Wien mit rund 36.400 m² und 33 Millionen Euro an einen österreichischen Privatinvestor.

„Aufgrund laufender Projekte und Interessensbekundungen können wir davon ausgehen, dass sich das Volumen bis zum Jahresende auf dem Niveau des Vorjahres einpendelt“, so Georg Fichtinger, Head of Capital Markets, CBRE Österreich. Zurzeit können Investoren mit einer Spitzenrendite für österreichische Büroimmobilien – im dritten Quartal die zweitbeliebtesten Immobilien für Investoren – von rund 5,05 % rechnen. „Die Renditen für Top-Immobilien sind nach wie vor stabil bzw. weiterhin leicht sinkend“, so Fichtinger. Bis zum Jahresende erwartet der Immobiliendienstleister CBRE eine Rendite von etwa 5,0 % (im dritten Quartal 2011 lag sie noch bei rund 5,25 %).

Bürovermietungen in Wien
Die Spitzenmiete im dritten Quartal 2012 blieb auf stabilem Niveau bei rund 24,50 Euro/m²/Monat. „Das Goldene Quartier auf der Tuchlauben gilt als der zentralste Standort der Stadt, so große zusammenhängende Flächen waren in vergleichbarer Lage über die vergangenen Jahre einfach nicht am Markt. Die Vermietungen an dem Standort werden dazu beitragen dass die Spitzenmiete in Wien weiter steigen wird“, so Felix Zekely, Head of Agency & GCS bei CBRE Österreich. Die ersten Büroflächen in dem von der SIGNA erbauten und bewirtschafteten Komplex werden Ende des Jahres übergeben.

Der größte Anteil bzw. das intensivste Interesse an neuen Bürostandorten in Wien kommt vom öffentlichen Sektor. Hier ist festzustellen, dass große Mietgesuche am Markt sind, die nicht alle durch die BIG abgedeckt werden können und dadurch auch den Markt wieder ankurbeln können. Allerdings bleibt es spannend in Bezug auf das Timing. „Die kommenden Nationalratswahlen haben auch einen Einfluss auf den Wiener Büromarkt, denn gerade hinsichtlich langfristiger Immobilienentscheidungen konnten wir bereits in der Vergangenheit feststellen, dass diese wenige Monate vor Wahlen nicht mehr so gerne getroffen werden“, resümiert Dr. Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Österreich.