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WestImmo beschließt Geschäftsjahr 2010 mit Ergebnissteigerung

Obwohl das Gericht der Europäischen Union beschlossen hat, dass sich die WestLB von ihrer Immobilientochter WestImmo trennen muss, hat das Unternehmen ein erfolgreiches Jahr 2010 abgeschlossen. Die WestImmo hat ihr Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 % auf 99,2 Mio Euro gesteigert. Der Konzernjahresüberschuss stieg um 14 % auf 94,8 Mio Euro.

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„Trotz des laufenden Verkaufsprozesses ist es uns gelungen, unser Ergebnis und unsere Ertragskennzahlen deutlich zu verbessern und ein angesichts dieser schwierigen Rahmenbedingungen zufrieden stellendes Neugeschäftsvolumen zu erreichen“, sagte Peter Knopp, Vorsitzender des Vorstands der WestImmo. „Die WestImmo hat damit wiederum bewiesen, dass sie
eine profitable Bank ist. Insbesondere vor dem Hintergrund der schwierigen Markt- und Refinanzierungsbedingungen im Jahr 2010 und der besonderen Herausforderung durch den Verkaufsprozess hat sich das Geschäftsmodell der WestImmo als solide und dauerhaft tragfähig erwiesen“, so Knopp weiter.

Die operative Ertragsstärke der Bank zeigte sich in der Entwicklung des Zinsüberschusses, der von 217,9 Mio Euro im Jahr 2009 um 10 % auf 238,9 Mio Euro kletterte. Die Kreditrisikovorsorge lag mit -68,1 Mio Euro nur leicht über Vorjahr (2009: -65,4 Mio Euro). Angesichts der nach wie vor schwierigen Lagean den Immobilienmärkten weltweit ist dieser Anstieg um 4 % moderat. Das Provisionsergebnis erreichte 11,2 Mio Euro (2009: 27,8 Mio Euro). Hier schlug sich insbesondere das durch den laufenden Verkaufsprozess niedrigere Neugeschäftsvolumen der Bank nieder.

Das Handelsergebnis sank aufgrund von Bewertungseffekten auf -5,6 Mio Euro (2009: 4,3 Mio Euro). Das Finanzanlageergebnis hat sich dagegen erfreulich entwickelt. Es übertraf mit 4,6 Mio Euro den Wert des Jahres 2009 in Höhe von -10,2 Mio Euro deutlich.

Trotz der Aufwendungen aus dem laufenden Verkaufsprozess konnte der Verwaltungsaufwand auf 89,5 Mio Euro reduziert werden (2009: 93,1 Mio Euro). Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen stieg auf 7,7 Mio Euro nach 3,7 Mio Euro im Vorjahr.

Die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital (RoE) stieg auf 10,2 % (2009: 9,0 %). Die Kernkapitalquote liegt per 31. Dezember 2010 bei 8,0 % (2009: 8,2%). Aufgrund des straffen Kosten- und Prozessmanagements der Bank verbesserte sich das Verhältnis der Kosten zu Erträgen (Cost-Income-Ratio, CIR) auf 34,7 % (2009: 37,6 %). Die Bilanzsumme der Bank lag zum 31. Dezember 2010 bei 25,9 Mrd Euro (2009: 26,9 Mrd Euro).

Neugeschäftsvolumen vom Verkaufsprozess geprägt
Der von der Europäischen Kommission beauflagte Verkaufsprozess sowie die dadurch zusätzlich erschwerte Refinanzierungssituation der WestImmo wirkten sich vor allem im zweiten Halbjahr 2010 signifikant auf die Entwicklung des Neugeschäfts aus. Insgesamt tätigte die WestImmo 2010 Neugeschäft im Volumen von 3,3 Mrd Euro (2009: 6,2 Mrd Euro). Von diesem Volumen entfielen 22 % auf Deutschland, das damit wiederum der wichtigste Einzelmarkt im gewerblichen Investorengeschäft der WestImmo war. Weitere 52 % verteilten sich auf die übrigen europäischen Kernmärkte, im Wesentlichen Großbritannien, Polen, Frankreich und Benelux. Das Geschäft in Nordamerika hatte einen Anteil von 19 %, weitere 7 % entfielen auf die asiatischen Märkte.

In Japan war die WestImmo zum 31. Dezember 2010 mit einem Kreditvolumen von 1,1 Mrd Euro engagiert, davon entfielen 0,9 Mrd Euro auf Tokio und 0,2 Mrd Euro auf Objekte in den südwestlichen Regionen. Nach den vorliegenden Informationen sind die finanzierten Objekte von der Naturkatastrophe nicht wesentlich beschädigt worden. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen des Erdbebens und der anschließenden Flutwelle sowie die damit direkt und indirekt
verbundenen weiteren Folgen lassen sich bisher weder abschätzen noch bewerten.

Die WestImmo arrangierte im vergangenen Jahr Konsortialfinanzierungen im Volumen von 1,8 Mrd Euro und platzierte von dieser Summe mehr als die Hälfte des Volumens bei Landes- bzw. Pfandbriefbanken, internationalen Instituten sowie Sparkassen. Damit hat sich das Konsortialgeschäft erneut als wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells erwiesen.

Das Emissionsvolumen belief sich auf insgesamt 2,3 Mrd Euro (2009: 4,3 Mrd Euro). Von dieser Summe entfielen 1,7 Mrd Euro auf Hypothekenpfandbriefe und 0,6 Mrd Euro auf ungedeckte Titel.