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Westdeutsche ImmobilienBank weiter auf Erfolgskurs

Die Westdeutsche ImmobilienBank (WIB) hat im Geschäftsjahr 2007 ihr Vorsteuerergebnis auf 101,5 Mio Euro gesteigert. Das Ergebnis liegt damit 65,5 Mio Euro über dem Vorjahresergebnis (Vj. 36,0 Mio Euro).

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„Die WIB hat ihr erstes Jahr als AG gut gemeistert und die Ergebniserwartungen übertroffen. Da wir weder direkt noch indirekt im Subprime-Markt investiert sind, traf uns die Krise nur aufgrund der allgemein schlechteren Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten. Sie hat uns aber insgesamt nicht von unserem Weg abbringen können. Wir sind zukunftsfähig aufgestellt und setzen unser Geschäftsmodell konsequent um“, so Hubert Beckmann (Bild l.), Vorstandsvorsitzender der WIB.

Ausschlaggebend für die sehr positive Entwicklung waren zum einen der kräftige Zuwachs des Zinsüberschusses, der gegenüber dem Vorjahr um 35% auf 177,9 Mio Euro (Vj. 131,7 Mio Euro) zulegte. Auch der Provisionsüberschuss entwickelte sich erfreulich und stieg aufgrund gesteigerter Erträge im Investorengeschäft sowie geringerer Aufwendungen im Vermittlungsgeschäft für private Baufinanzierungen auf 9,4 Mio Euro (Vj. 0,4 Mio Euro). Im Handelsergebnis von 19,9 Mio Euro (Vj. -2,4 Mio Euro) sind sämtliche Bewertungseffekte nach IFRS aus den zur Steuerung des Zinsbuches der Bank abgeschlossenen Derivaten erfasst.

Darüber hinaus profitierte die Bank von dem erfolgreichen Geschäft mit Zins- und Währungsderivaten, die im Rahmen individuell strukturierter Finanzierungslösungen verstärkt mit Immobilienkunden der WIB abgeschlossen wurden.

Hinsichtlich der reinen Kreditvorsorge ergab sich ein leicht positives Nettoergebnis von 0,3 Mio Euro (Vj.-20,7 Mio Euro). Da die Bank nicht im Subprime-Markt investiert ist, hinterließ die internationale Finanzmarktkrise hier keine Spuren. Risikovorsorgen für Beteiligungen sind im Finanzanlageergebnis ausgewiesen, das auf -18,5 Mio Euro (Vj.-1,8 Mio Euro) zurückging. Insgesamt ist die Risikovorsorge (Kredit- und Beteiligungsrisiken) damit ungefähr auf Vorjahresniveau.

Der Verwaltungsaufwand lag bei 91,1 Mio Euro (Vj. 84,2 Mio Euro). Darin enthalten ist ein Sonderfaktor aus Abschreibungen für ein Altprojekt in Höhe von 3,9 Mio Euro.

Ein strenges Kostenmanagement bei gleichzeitig höheren Erträgen spiegelt sich auch in der Cost/Income-Ratio von 40,2% wider, die sich gegenüber dem Vorjahr (Vj. 59,8%) deutlich verbesserte. Die Eigenkapitalrentabilität erhöhte sich auf 11,6% (Vj. 4,2%).

Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich aufgrund der Ausweitung der Kundenforderungen auf 23,8 Mrd Euro (Vj. 23,2 Mrd Euro).

Zur Kapitalverstärkung der Bank wurden 40 Mio Euro der § 340 g HGB-Reserve für allgemeine Bankrisiken zugeführt.

Zum Ende des Geschäftsjahres waren im Konzern 528 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 523).

Im Jahr 2007 hat die Bank ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 9,6 Mrd Euro (Vj. 8,1 Mrd Euro) zugesagt und den Vorjahreswert um 18% übertroffen. Davon entfielen 3,4 Mrd Euro (Vj. 2,8 Mrd Euro) auf gewerbliche Finanzierungen in Deutschland, die sich damit um 21% erhöhten. Das private Baufinanzierungsgeschäft lag bei 0,6 Mrd Euro (Vj. 1,1 Mrd Euro). Der Rückgang ist auf eine geringere Nachfrage und auf den verschärften Wettbewerb mit hohem Druck auf die Margen zurückzuführen, dem die Bank nicht durch weitere Zugeständnisse Rechnung tragen wollte. Im internationalen gewerblichen Bereich hat die WIB kräftig zugelegt und ein Neugeschäftsvolumen von rd. 5,6 Mrd Euro zugesagt (+ 33 %, Vj. 4,2 Mrd Euro). Besonders stark war das Wachstum in den USA und in Südosteuropa. Mit der Ausweitung der internationalen Kreditvergabe konnte auch das Derivategeschäft mit einem Volumen von 1,7 Mrd Euro (Vj. 0,7 Mrd Euro) deutlich ausgeweitet werden.

Die Bank verstärkte darüber hinaus ihre Präsenz in strategisch wichtigen Kern- und Wachstumsmärkten. Nach Eröffnung ihrer ersten zentraleuropäischen Repräsentanz in Warschau gründete sie eine weitere in Prag sowie eine Tochtergesellschaft, die WIB Real Estate Finance Japan K.K., in Tokio. Mit der Eröffnung einer Geschäftsstelle in Berlin wird zugleich das Geschäft im Heimatmarkt weiter ausgebaut.

Beckmann: „Der Erfolg unserer Vertriebstätigkeiten in sämtlichen Zielländern hat unsere Erwartungen übertroffen. Die WIB konnte mit der Ausweitung der Finanzierungsaktivitäten ihre Marktposition in Europa, USA und Asien erheblich stärken.“

Die WIB setzte den Ausbau des Kapitalmarktgeschäfts im zweiten Halbjahr 2007 konsequent fort. Syndizierungen und Verbriefungen stellen für die Bank wichtige Bausteine sowohl für die Risikosteuerung als auch für die weitere Verbesserung der Rentabilität dar. Trotz der schwierigen Situation an den Kapitalmärkten konnte die Bank in 2007 rund 1,3 Mrd Euro Kreditrisiken ausplatzieren.

Beckmann: „Abgesehen von Verbriefungen, die bis auf Weiteres nicht realisiert werden können, sind wir zuversichtlich, für vertretbare Risiken auch künftig Partner zu finden. Wir rechnen für das Jahr 2008 aber mit einer anhaltend schwierigen Situation an den Kapitalmärkten und werden die Situation weiter intensiv beobachten.“

Die Refinanzierung wurde durch den Absatz von Fundingmitteln, wie der Emission von Pfandbriefen, jederzeit sichergestellt. Aufgrund der Sicherheit und der hohen Marktdurchdringung der Pfandbriefe besitzt die Bank damit auch in einem schwierigen Marktumfeld eine stabile Refinanzierungsquelle.

Die WIB konnte das abgelaufene Geschäftsjahr auch dazu nutzen, ihre strategische Bedeutung im Sparkassenverbund zu stärken und die Zusammenarbeit mit einzelnen Instituten auszubauen. Die Anzahl der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg, mit denen die Bank in engen Geschäftsbeziehungen steht, ist deutlich gestiegen. Das Neugeschäftsvolumen in der gewerblichen Immobilienfinanzierung erhöhte sich auf rund 190 Mio Euro. Auch im privaten Baufinanzierungsgeschäft trat das Verbundgeschäft verstärkt in den Fokus und entwickelte sich neben dem traditionellen Vermittlergeschäft zu einer weiteren wichtigen Säule. Die Bedeutung der WIB für den Sparkassenverbund wurde durch ihre Aufnahme in die Reservefonds des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands (RSGV) und des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbands (WLSGV) unterstrichen. Dies war für die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) ausschlaggebend dafür, das Langfrist-Rating der WIB von BBB+ auf A- anzuheben.

„Die WIB hat mit der erfolgreichen Steigerung ihres Neugeschäfts gezeigt, dass sie als Finanzierungspartner und als Pfandbriefemittent gut in den Märkten positioniert ist. Zugleich sind wir durch die Weiterentwicklung des Kapitalmarktgeschäfts auch für zukünftige Anforderungen gerüstet. Vor dem Hintergrund, dass sich die Situation an den Finanzmärkten im Verlauf des Jahres 2008 normalisiert, gehen wir von einer anhaltend zufriedenstellenden Ergebnisentwicklung aus“, sagte Hubert Beckmann.