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Weiterhin steigende Preise am Stuttgarter Immobilienmarkt

Die Preissteigerung für Eigentumswohnungen lag im Jahr 2014 bei Wiederverkäufen mit durchschnittlich zehn Prozent im zweiten Jahr in Folge im zweistelligen Bereich. Der Spitzenpreis für eine Neubaueigentumswohnung kletterte auf ein Allzeithoch von 11.500 Euro/m² Wohnfläche. Die Anzahl der Immobilienverkäufe in Stuttgart war im dritten Jahr in Folge rückläufig und lag mit 5767 registrierten Kaufverträgen um 213 (- 3,6 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Der Geldumsatz konnte jedoch auf Grund der gestiegenen Preise im Wohnungsmarkt und der höheren Anzahl an großvolumigen Verkäufen um 239 Millionen Euro (+ 9,6 Prozent) auf 2,72 Milliarden Euro zulegen.
Der Bodenrichtwert für die Königstraße wurde von 19.000 Euro/m² auf 20.000 Euro/m² angehoben.
Dies gab der Vorsitzende des Gutachterausschusses für die Ermittlung von Grundstückswerten in Stuttgart, Karlheinz Jäger heute bekannt.

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Immobilienmarkt
Mit 2,72 Milliarden Euro lag der Geldumsatz 2014 um rund 239 Millionen Euro über dem Umsatz des Jahres 2013. Dies entspricht einer Steigerung von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hierin spiegelt sich neben den Preissteigerungen im Wohnimmobilienmarkt auch die Zunahme an großvolumigen Objekten im gewerblichen Handel wider.

Mit 5.767 registrierten Kaufverträgen fiel die Anzahl der gehandelten Immobilien um 213 (- 3,6 Prozent). Damit war die Vertragszahl im dritten Jahr in Folge rückläufig.

Insbesondere aufgrund des geringen Angebotes wurden 2014 wieder weniger Eigentumswohnungen verkauft. Dieser Angebotsmangel bei gleichzeitig hoher Nachfrage führte auch 2014 zu einer zweistelligen Preissteigerung. Sie betrug bei den Wiederverkäufen im Durchschnitt zehn Prozent. Für Neubaueigentumswohnungen lag die durchschnittliche Preissteigerung bei 6,5 Prozent mit einem mittleren Preis von 4.295 Euro/m² Wohnfläche. Der Spitzenpreispreis für eine Neubauwohnung lag bei 11.500 Euro/m² Wohnfläche. Die Preisentwicklung für Wohngebäude lag im Jahr 2014 zwischen 4,5 und 12,5 Prozent bei insgesamt gleichbleibenden Vertragszahlen.Der Trend für diese Preisentwicklung setzte sich auch im ersten Quartal 2015 weiter fort.

Büro- und Geschäftsflächen
Neben den steigenden Preisen für Wohnimmobilien zeigt sich die Attraktivität des Standorts Stuttgart in der anhaltend starken Nachfrage von Investoren nach modernen Büro- und Geschäftsflächen. Die Büroflächenvermietung konnte gegenüber dem Vorjahr weiter gesteigert werden und die Bürospitzenmiete in der City stieg um 1,50 Euro auf 21,50 Euro. Die Büroleerstandsquote erreicht mit 4,3 Prozent einen neuen 10-Jahres-Tiefstand. Stuttgart behauptet hier weiterhin den Spitzenplatz unter den wichtigsten deutschen Bürostandorten, den Big Seven (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart). Gefragt sind vor allem hochwertige Büroflächen in City- und Innenstadtlage. Der Bodenrichtwert für die Königstraße wurde von 19.000 Euro/m² auf 20.000 Euro/m² angehoben.

Städtebauliche Entwicklung
Im innerstädtischen Europaviertel beim Stuttgarter Hauptbahnhof stehen nach der Eröffnung der 43.000 m² Einzelhandelsflächen im Milaneo die letzten Arbeiten für die 415 Wohnungen und das Hotel mit 165 Zimmern an. Die ersten Wohnungen sollen im Juli an die Mieter übergeben werden. Bei dem Projekt Cloud No 7 ist der Baufortschritt unübersehbar. Das 18-stöckige Hochhaus mit 61 Metern Höhe ist im Rohbau fertiggestellt. Hier entstehen in den oberen Stockwerken 56 Luxuswohnungen und in den unteren Stockwerken das Designhotel Jaz (Steigenberger) mit 175 Zimmern samt Konferenz- und Spa-Bereich. Zwei weitere Hotels mit insgesamt 300 Betten sind östlich des Milaneos auf dem Baufeld 15 in Planung. Die Arbeiten zur Erschließung des Europaviertels durch die Stadtbahnlinie U12 und der erforderliche Streckenumbau im Zuge der Arbeiten für das Bahnprojekt S21 gehen zügig voran.

Mit dem Gerber wurde in der Stuttgarter Innenstadt neben dem Milaneo das größte Bauprojekt fertiggestellt. Die Einzelhandelsgeschäfte auf einer Fläche von 25.000 m² wurden bereits im September 2014 eröffnet. Die 7.000 m² Büroflächen und die 68 Wohnungen wurden im ersten Quartal 2015 bezugsfertig. In der Jägerstraße wurde im September 2014 das neue Gebäude der IHK eingeweiht, das auf der Fläche der größtenteils abgebrochenen Altgebäude errichtet wurde. Der sechsgeschossige Neubau hat 7.800 m² Bürofläche und 2.700 m² Veranstaltungsfläche. Ebenfalls fertiggestellt wurde das Projekt CityGate gegenüber dem Hauptbahnhof mit 16.000 Quadratmetern Nutzfläche auf elf Geschossen. Zwischen Markt- und Karlsplatz entsteht derzeit das Dorotheenquartier mit einer Gesamtfläche von 60.000 m² für Einzelhandel, Gastronomie, Büros und Wohnungen.

Auch außerhalb der Zentrumslagen ist die positive Stadtentwicklung sichtbar. Im Technologiepark STEP in Vaihingen wurden die beiden Bürogebäude STEP 7.1 und 7.2 mit 11.700 m² Nutzfläche fertiggestellt. An der Heilbronner Straße in Feuerbach wird das Büroprojekt OASIS II mit 17.000 m² vermietbarer Fläche Ende des Monats bezugsfertig sein. Auf einem Baufeld des Gebietes City Prag wurde mit dem Projekt Skyline begonnen. Bei diesem Projekt werden 10.000 m² Bürofläche und 40 Wohnungen und Appartements in einem 75 Meter hohen Wohnturm entstehen. Auf den angrenzenden Flächen sind weitere Wohnungen in Planung. In Weilimdorf im Gewerbegebiet „WeilimPark“ erweitert die Firma Vector Informatik mit einem Bürogebäude für 600 Mitarbeiter und angeschlossenem Betriebsrestaurant ihren Firmensitz. An der Ecke Heilbronner Straße / Gaucherstraße entsteht derzeit ein Wohn- und Dienstleistungszentrum mit einer Kita, 105 Appartements und 6.000 m² Bürofläche.

Im Bereich des Wohnungsbaus steht mit der städtebaulichen Neuordnung Europaplatz Fasanenhof eines der großen Projekte der letzten Jahre kurz vor der endgültigen Fertigstellung. Hier entstanden neben Gewerbeflächen und einer Kita zirka 300 Miet-, Senioren- und Boardingwohnungen. Von diesen sind nur noch wenige Objekte zur Vermietung im Angebot. Die Neubebauung des ehemaligen Kasernenareals Roter Stich nimmt auch konkrete Formen an. Die 34 Einfamilienhäuser sollen bis Ende des Jahres bezugsfertig sein und mit dem Bau der 70 Mietwohnungen und 100 Eigentumswohnungen wurde begonnen. Als weitere Bauvorhaben, die sich derzeit in der Vermarktung befinden, sind die Projekte Leben im neuen Stadtteil Rosenstein an der Nordbahnhofstraße mit 125 Wohnungen, die neuen Gebäude an der Bernsteinstraße in Heumaden mit 82 Wohnungen, das Neubaugebiet Bozelen in Wangen mit 72 Wohnungen oder das Projekt Ante Portas an der Schmidener Straße in Bad Cannstatt mit 67 Wohnungen exemplarisch zu nennen.

An der Entwicklung des Neckarparks auf dem ehemaligen Güterbahnhof Bad Cannstatt wird weiter gearbeitet und auf dem Schoch-Areal in Feuerbach wird mit dem Abbruch der Gebäude und der Sanierung der Altlasten begonnen.