Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Weiterhin guter Flächenumsatz auf dem Büromarkt

Im ersten Halbjahr 2006 wurden in Deutschland ähnlich viele Büroflächen umgesetzt wie im Vorjahr. An den neun wichtigsten Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stutt- gart wurden insgesamt Verträge über 1,32 Millionen Quadratmeter abge- schlossen (2005: 1,31 Mio. m²). Dies ergibt eine Analyse von Atisreal Deutschland, bundesweit führender Berater für Gewerbeimmobilien.

.

Die einzelnen Standorte entwickelten sich sehr unterschiedlich: Zu den Ge- winnern gehören München mit dem mit Abstand höchsten Halbjahresum- satz (358.000 m², plus 24 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum), Düssel- dorf (142.000 m², plus 37 %) und Köln (116.000 m², plus 21 %). An diesen drei Standorten wurde die lebhafte Nachfrage in allen Flächenkategorien durch einige Großvermietungen unterstützt. Positiv entwickelten sich auch Leipzig (56.000 m², plus 33 %) und Essen (43.000 m², plus 96 %).

Frankfurt verzeichnete mit einem Minus von 32 Prozent den stärksten Rück- gang (185.000 m² Flächenumsatz), was an den fehlenden Großvermietun- gen im ersten Halbjahr lag. Da einige umfangreiche Verträge unmittelbar vor dem Abschluss stehen, wird sich diese Situation jedoch in den ersten drei Juli-Wochen ändern. In Berlin wurde erwartungsgemäß weniger umge- setzt als im Vorjahr, da die Nachfrage der öffentlichen Verwaltung zurück- ging (Flächenumsatz: 189.000 m², minus 20 %). Deutliche Einbußen muss- te auch Stuttgart verkraften (53.000 m², minus 22 %). Fast auf Vorjahresni- veau liegt der Flächenumsatz in Hamburg mit insgesamt 184.000 m² (minus 1 %).

„Wir beobachten eine breite Nachfragebelebung, die in der ausgeglichenen Verteilung des Umsatzes auf die Größenkategorien deutlich wird“, betont Piotr Bienkowski, Geschäftsführer von Atisreal Deutschland. Mit Ausnahme der kleinsten Klasse (bis 200 m²), auf die lediglich 5 Prozent des Gesamt- umsatzes entfallen, und der größten (über 10.000 m², 8 %) haben alle Flächenkategorien Umsatzanteile von 14 bis 19 Prozent. Bei den Branchen lagen Dienstleister wie beispielsweise Zeitarbeitsfirmen, private Bildungs- einrichtungen, Messegesellschaften oder Immobiliendienstleister mit gut 18 Prozent des Flächenumsatzes bundesweit vorne. Auf den weiteren Plätzen folgen die Informations- und Kommunikationstechnologien (18 %), Beratungsgesellschaften (über 13 %) sowie Medien und Werbung (knapp 10 %).

Die Mietpreisniveaus haben sich an fast allen Standorten für moderne und nachgefragte Flächen stabilisiert. In einigen Marktsegmenten und Standort- bereichen gab es erste leichte Steigerungen der Durchschnittsmieten, wogegen die Spitzenmieten (abgesehen von vereinzelten temporären Schwankungen) überwiegend auf dem gleichen Niveau wie am Anfang des Jahres blieben. Weiter unter Druck stehen dagegen die Mietpreise für ältere und unflexible Bestandsflächen in Nebenlagen, die kaum nachgefragt werden.

Der Flächenleerstand hat sich im zweiten Quartal 2006 um gut 1 Prozent leicht reduziert (auf 9,2 Mio. m²). In fünf der neun untersuchten Standorte (Düsseldorf, Hamburg, Köln, Leipzig und Stuttgart) ist er im Vergleich zum ersten Quartal etwas gesunken, in München sogar signifikant um knapp 7 Prozent. In Berlin, Essen und Frankfurt nahm der Leerstand geringfügig zu, vor allem, weil hier Flächen im Bau fertig gestellt wurden und in die Leerstandskategorie fielen. Das insgesamt verfügbare Büroflächenangebot (Leerstand plus noch verfügbare Flächen im Bau) hat sich im zweiten Quartal 2006 kaum verändert.

„Wir gehen davon aus, dass sich die Entwicklung des ersten Halbjahres auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen wird“, so Piotr Bienkowski. „Da die Nachfrage weiterhin lebhaft ist, wird der Flächenumsatz voraussichtlich über dem Ergebnis des Vorjahres von 2,76 Millionen Quadratmetern liegen. Das Flächenangebot wird sich in der zweiten Jahreshälfte verringern – allerdings noch sehr langsam. Eine Beschleunigung des Abbaus dürfte nicht vor 2007 einsetzen. Das Gleiche gilt für die Mietpreisentwicklung. Vereinzelt werden erste Mietpreisanstiege bereits im laufenden Jahr zu beobachten sein; auf breiter Front sind derzeit allerdings noch keine gravierenden Veränderungen zu erwarten.“

Lesen Sie mehr zum Thema:
Investmentumsatz in Deutschland stark gestiegen