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WBG Leipzig-West AG: Aktueller Sachstandsbericht

Die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG droht, wie vom BSZ e.V. mehrfach prognostiziert, in die Insolvenz zu rutschen. 27.000 Anleger mit einem geschätzten investierten Gesamt-Kapital zwischen 300 – 500 Millionen Euro droht der Totalverlust. Inzwischen wurde auch vom DIAS, am Freitag, den 2. Juni 2006, Strafantrag wegen Insolvenzverschleppung gestellt.

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Für Anleger:
Eine weitere Anleihe mit Laufzeit 17.06.2006 droht ebenfalls nicht ausbe- zahlt zu werden. 27.000 Anleger fragen sich: Macht es überhaupt noch Sinn, zu handeln, ist die Wohnungsbaugesellschaft schon zahlungsunfähig?

Hierauf kann keine vernünftige Antwort gegeben werden, es kommen vor allem zwei Alternativen für die Anleger in Betracht:

Alternative 1: Abwarten, wie sich in den nächsten Wochen alles entwickelt, und ob die WBG vielleicht doch der Insolvenz entrinnt, ausgeschlossen ist dies nicht. Der Nachteil hierbei: Eine Insolvenz der WBG ist mittelfristig wahrscheinlich, auch die Anleihe mit Laufzeit 17.06.2006 wird voraus- sichtlich nicht ausbezahlt werden, es ist also durchaus wahrscheinlich, dass der Anleger dann den Totalverlust hinnehmen muss und seine Forderung lediglich zur Insolvenztabelle anmelden kann, hierbei ist erfahrungsgemäß mit lediglich ca. 3 – 5 % des investierten Kapitals zur rechnen.

Alternative 2: Sofort handeln, sprich klagen. Der Nachteil dabei: Dies wird für den Anleger weitere Kosten verursachen, auf denen er eventuell sitzen bleibt, wenn die WBG vorher insolvent werden wird. Der Vorteil dabei: Man gewinnt Zeit, die WBG ist noch nicht insolvent, auch die staatsanwaltschaft- lichen Ermittlungen werden voraussichtlich noch mehrere Wochen oder Monate andauern, in den nächsten Monaten hat die WBG eine Klagewelle frustrierter Anleger zu erwarten, was eine Insolvenz noch wahrscheinlicher werden lässt, hierfür verspricht eine sofortige Klage einen Zeitvorsprung.

Macht eine Klage überhaupt noch Sinn? Dies kann niemand vernünftig beurteilen, aussichtslos ist es jedoch nicht.
Folgende Punkte sprechen dafür: Es ist kein 100 %-iger Zahlungsstopp zu verzeichnen, gelegentlich sind noch Zahlungen zu verzeichnen, dem BSZ e.V. und den BSZ-Vertrauensanwälten gelang es letztmalig mit Datum 8.06.2006 eine Auszahlung in Höhe von ca. 3.000 Euro an einen Anleger zu erzielen.

Es könnte auch durchaus noch einmal zu einem „Aufbäumen“ der Wohnungsbaugesellschaft kommen, die Beteiligten wissen nun, dass Strafantrag gestellt wurde, es wäre denkbar, dass nun nochmals auf die „letzten Reserven“ zurückgegriffen wird, um die Vorwürfe zu entkräften. Das Fazit dürft aber in diesem Status wohl sein, das eine Insolvenz der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG mittelfristig wahrscheinlicher ist als ein Gesunden der Firma, vor allem vor dem Hintergrund staatsanwaltlicher Ermittlungen.