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WAZ: Eine europäische Bundesbank

Die EZB steht zwar in Frankfurt, aber nicht unter deutscher Herrschaft. Dass EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark seinen Abschied nimmt und kürzlich bereits Ex-Bundesbank-Chef Axel Weber zurücktrat, sind Zeichen, dass sich die Deutschen in der Notenbank nicht immer durchsetzen können. Das ist aber kein Grund zur großen Sorge. Denn worum dreht sich die Auseinandersetzung?

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Stark und Weber lehnten es ab, dass die EZB die Staatsanleihen verschuldeter Länder kaufte. Durch die beschränkten Anleihekäufe steht die Geldwertstabilität des Euro aber nicht in Frage. Bisher hat die Bank Staatsanleihen für 130 Milliarden Euro erworben - eine im Vergleich zur Wirtschaftsleistung der Eurozone winzige Summe. Die Aufkäufe sind eine Ausnahme und keine normale Politik. Im Verhältnis zu anderen Währungen ist der Euro auch ein starkes und stabiles Zahlungsmittel. Fraglos orientiert sich die EZB nach wie vor am Ziel der Geldwertstabilität. Sie zeigt jedoch eine neue Flexibilität. Manch hartem Deutschen mag das nicht gefallen. Aber die Zeiten der geldpolitischen Dominanz der alten Bundesbank sind vorbei.