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Warimpex wieder mit positivem Ergebnis

Der Konzernumsatz der börsennotierten Warimpex erhöhte sich um 21 Prozent auf 103,2 Mio. Euro, das EBITDA um 182 Prozent auf 22,7 Mio. Euro und das EBIT erhöhte sich von einem Minus im Jahr 2009 auf plus 24,4 Mio. Euro. Aus diesen guten Kennzahlen resultiert ein Jahresergebnis in der Höhe von 3,7 Mio. Euro, das damit nach -92,7 Mio. Euro 2009 deutlich ins Plus drehte. Das Geht aus den nun veröffentlichten geprüften Jahreszahlen 2010 hervor. Sie bestätigten das bereits Ende Februar bekannt gegebene vorläufige Jahresergebnis.

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Der Grund für die positive Umsatzentwicklung im Jahr 2010 liegt einerseits an Hotels, die 2009 eröffneten (Hotels angelo Ekaterinburg, andel’s Lodz, andel’s Berlin) und im Vorjahr das erste volle Betriebsjahr hatten, sowie der Eröffnung des angelo in Katowice und andererseits an deutlichen Umsatzsteigerungen in München, Berlin, Paris und dem Hotel Intercontinental in Warschau. Hotels sind die einzige Immobilienklasse, wo Preise auf Tagesbasis erhöht werden können. In Zeiten einer anziehenden Konjunktur ist dies ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Immobilienklassen.

„Dies bestätigt unsere Entwicklungsstrategie der letzten Jahre und bestärkt uns darin, auch weiter auf Qualität bei unseren Projekten zu setzen, um dauerhaft stabile Cash Flows generieren zu können“, so Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch.

Projektfinanzierungen, Kapitalerhöhung und Transaktionsmärkte
Dennoch war 2010 auch ein herausforderndes Jahr für Warimpex und die gesamte Branche. Trotz verbesserter Marktbedingungen waren Fremdfinanzierungen nach wie vor nur teuer und insgesamt schwer zu bekommen. Vor diesem Hintergrund hat Warimpex im Frühjahr 2010 eine Kapitalerhöhung erfolgreich durchgeführt. Insgesamt wurden 14,4 Mio. neue Aktien platziert. Die Mittel aus der Kapitalerhöhung haben es ermöglicht, laufende Projekte weiterzuentwickeln und flexibel auf Marktdynamiken zu reagieren. Gleichzeitig konnte Warimpex dieses Jahr – nach einer langen restriktiven Phase – eine beginnende Bereitschaft der Banken für neue Projektfinanzierungen feststellen. So konnte für die Airportcity in St. Petersburg im Oktober 2010 ein Kreditvertrag über 60 Millionen Euro mit einem polnischen Bankenkonsortium abgeschlossen werden.

Auch auf den Transaktionsmärkten war eine leichte Belebung zu beobachten. Externe Bewertung des Immobilienportfolios Die Bewertung des Immobilienportfolios der Warimpex erfolgte wiederum zum 30.6. und 31.12. durch CB Richard Ellis. Die hohen außerplanmäßigen Abschreibungen aus 2009 stellten sich bereits im zweiten Halbjahr des vorangegangenen Geschäftsjahres als zu pessimistisch heraus. In diesem Jahr wurde diese Einschätzung weiter bestätigt: Die außerplanmäßigen Abschreibungen und Wertberichtigungen der Vorjahre konnten teilweise wieder rückgängig gemacht werden. 23,5 Mio. Euro Zuschreibungen auf Wertminderungen konnten gebucht werden. Der Triple Net Asset Value (NNNAV) erhöhte sich pro Aktie um sechs Prozent im Vergleich zum 30.06.2010 auf 3,5 Euro (im Jahresvergleich sank er
aufgrund der höheren Aktienanzahl nach der Kapitalerhöhung um acht Prozent).

Ausblick
Im Mittelpunkt von Warimpex Entwicklungsstrategie stehen weiterhin Investitionen in Ballungszentren abseits der oft bereits überentwickelten Hauptstädte. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf die erfolgreiche Entwicklung von Budget-Hotels in Kooperation mit Starwood Capital bzw. Louvre Hotels zu verweisen. Neben dem Startschuss für den Bau der ersten Budget Hotels der Marken Campanile und Première Classe im Stadtzentrum des polnischen Wroclaw, die bereits 2012 fertig gestellt werden sollen, sind derzeit bereits fünf weitere Projekte – Zielona Góra, Bydgoszcz und Katowice in Polen und Budapest in Ungarn – in fortgeschrittenen Planungsphasen. Im russischen Wachstumsmarkt steht die planmäßige Fertigstellung eines Vier-Sterne Crowne Plaza Hotels Ende 2011 sowie moderner Bürogebäude in der Airportcity St. Petersburg an. Auch beginnt Warimpex aktuell mit den Umbauarbeiten zu einem Le Palais Bürogebäude im Warschauer Stadtzentrum.

Auf den Transaktionsmärkten erwartet Warimpex, die zunehmende Erholung des letzten Jahres 2011 noch stärker zu nutzen und wieder vermehrt hochwertige Immobilien zu angemessenen Konditionen erfolgreich veräußern zu können. Außerdem ist geplant, in den nächsten drei Jahren Anleihen für hauptsächlich polnische institutionelle Investoren mit einem Volumen von PLN 300 Mio. bzw. 75 Mio. Euro zu begeben. Auch eine Wandelschuldverschreibung ist eine Option. Die Mittel sollen, neben der Refinanzierung kurzfristiger Kredite, für Entwicklungsprojekte verwendet werden.

„Das Jahr 2011 sollte ein Jahr des Wachstums für unsere Firmengruppe werden. Wir sind zuversichtlich, dass Warimpex von den positiven Entwicklungen am Hotel- und Immobilienmarkt profitieren wird. Es gilt nun, den begonnenen Aufschwung mit vollem Einsatz mitzutragen und die sich stetig verbessernden Marktbedingungen voll auszuschöpfen. Auf Basis der guten Ergebnisse 2010 erwarten wir weitere deutliche Umsatz- und Ertragssteigerungen für 2011“, schließt Jurkowitsch.