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Wachstum im Wohnungsneubau setzt Änderungen im Mietrecht und der Steuerpolitik voraus

Die Metropolregion Hamburg wandelt sich, und mit ihr die zumeist mittelständisch strukturierte Immobilienwirtschaft. Nicht nur die Bautätigkeit, sondern auch die Verwaltung der Bestände, die Vermittlung und das Immobilienmanagement sind immer mehr volkswirtschaftliche Größen von hoher Bedeutung. Der Anteil des Grundstücks- und Wohnungswesens an der Bruttowertschöpfung beträgt in Deutschland rund 16 Prozent – mit steigender Tendenz. Gerade in einer Metropolregion wie Hamburg ist es daher sinnvoll, dass es Foren für den Erfahrungsaustausch und die Kommunikation unter den Akteuren der Immobilienwirtschaft gibt.

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Ein solches Forum ist die vom BFW Nord ausgerichtete Hamburger ImmoLounge. Die zweite ImmoLounge, die am 28. Juni 2007 im Hamburger Side Hotel stattfand, stand unter der Überschrift „Verhindern das deutsche Mietrecht und die steuerlichen Rahmenbedingungen unsere Wachstumsziele?“.

Der Wohnungsneubau ist stark rückläufig. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres lagen die Genehmigungszahlen in Hamburg um 30 Prozent und deutschlandweit sogar um 48 Prozent unter den Vorjahreswerten. „Damit bleibt der Wohnungsbau eine markante Schwachstelle der unternehmerischen Immobilien- und Wohnungswirtschaft und erfordert politischen Handlungsbedarf bei der Schaffung besserer Investitionsbedingungen. Reformen des Mietrechts und der Steuerpolitik sind gefragt,“ so Andreas Ibel (Bild 1, l.), Vorsitzender des BFW und Vorstand der Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft.

Der BFW hat im letzten Jahr ein 10-Punkte-Sofortprogramm für eine mutige Reform zur umfassenden Verschlankung des Mietrechts vorgelegt. Die extrem dichte Reglementierung in diesem Rechtsgebiet stellt ein gravierendes Investitionshemmnis u.a. für den Geschosswohnungsbau dar. „Grundlage des Mietrechts muss eine marktgerechte Mietpreisbildung bei der Neu- und Wiedervermietung sein. Zu diesem Zweck gilt es die Kappungsgrenze vollständig abzuschaffen, da diese Regelung das Mietrecht erheblich verkompliziert und bei der Neu- und Wiedervermietung zu einem unnötig regulierten Mietmarkt führt. Zudem sollte eine einheitliche Kündigungsfrist von drei Monaten für Mieter und Vermieter eingeführt werden,“ so Andreas Ibel weiter.

Der BFW Nord ist der Landesverband Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern des Bundesverbands freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. Im Rahmen der Wohnungsbauoffensive hatte der BFW Nord den Bau von 600 zusätzlichen Wohneinheiten für Hamburg angekündigt. Die Mitgliedsunternehmen haben diese Zahl sogar verdreifacht und in den Jahren 2006 und 2007 bereits über 1400 Wohneinheiten gebaut. Damit bestreiten die BFW-Mitglieder deutlich mehr als die Hälfte des Hamburger Wohnungsneubaus. „Dieser Zugewinn an Wohnraum in Hamburg ist ein Beleg für das erfolgreiche Zusammenwirken privater und öffentlicher Initiativen,“ so der Hamburger Senator Axel Gedaschko (Bild 2, l.). „Wir schätzen den BFW Nord als einen sehr zuverlässigen Vertragspartner.“

Als ein Spitzenverband der Immobilienwirtschaft bekennt sich der BFW Nord auch zu seiner sozialen Verantwortung. Deshalb überreicht er dem Haus Drei, Stadtteilzentrum für Altona e.V. eine Geldspende in Höhe von 3000 Euro für seine soziale und integrative Arbeit.