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Vonovia überarbeitet „Unternehmens-Kodex“

Die Diskussion rund um bezahlbaren Wohnraum und die Rolle großer Wohnungsunternehmen hat Vonovia zum Anlass genommen, das eigene Geschäftsverständnis neu zu formulieren. Laut Vonovia soll dieser Kodex Mietern zeigen, auf welche Rahmenbedingungen sie sich verlassen können. Gleichzeitig beschreibt das Geschäftsverständnis, welche Antworten der Wohnungskonzern auf drängende gesellschaftspolitische Fragen gibt. Demnach will das Unternehmen künftig „bezahlbaren und altersgerechte Wohnungen“ bauen, für den „Klimaschutz modernisieren“ und das „Miteinander fördern“.

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„Einfache Lösungen gibt es nicht. Aber wir möchten Teil der Lösungen sein“, sagt Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender der Vonovia SE. „Unsere Aktivitäten haben nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine gesellschaftliche Perspektive. Was wir darunter verstehen, haben wir jetzt in unserem Geschäftsverständnis beschrieben.“

Vonovia hat im Geschäftsjahr 2018 rund 1.100 neue Wohnungen fertiggestellt. Im ersten Quartal 2019 waren es bereits 200, langfristig könnten 36.000 neue Wohnungen entstehen. „Wir spekulieren weder mit Bauland noch mit Baugenehmigungen, sondern errichten nach Erteilung einer Baugenehmigung so schnell wie möglich neuen Wohnraum. Wir nutzen, wo es möglich ist, öffentliche Förderprogramme, um bezahlbare Wohnungen zu bauen. Dabei nutzen wir unsere Erfahrung aus dem sozialen Wohnungsbau und unser Wissen über kostengünstiges Bauen“, so Buch zum Geschäftsverständnis.

Der demografische Wandel stellt die Wohnungswirtschaft vor große Herausforderungen. Vonovia reagiert darauf und verpflichtet sich, „mindestens jede dritte bestehende Wohnung, die neuvermietet wird, seniorengerecht umzubauen.

Auch der Klimaschutz ist im Geschäftsverständnis von Vonovia fest verankert: “Wir können die Ziele (der Bundesregierung) erreichen, indem wir unsere Häuser energetisch sanieren, zum Beispiel durch Wärmedämmung und hocheffiziente Heizungssysteme. Aber das kostet Geld. Wir wissen, dass die Bereitschaft, aber auch die Möglichkeiten vieler Menschen, dafür höhere Mieten aufzubringen, begrenzt sind. Deshalb sanieren und modernisieren wir mit Augenmaß.„ 2018 erzielte Vonovia eine Sanierungsquote von 5 Prozent.

Mit dem Geschäftsverständnis verpflichtet sich der Wohnungskonzern, die Mietanpassung nach einer Modernisierung auf maximal zwei Euro pro Quadratmeter zu begrenzen. “Das kann für manche Mieter immer noch zu viel sein. Auch für diejenigen, die sich das nicht leisten können, finden wir gemeinsam eine Lösung. Wir wollen, dass unsere Mieter bei uns wohnen bleiben. Daher gibt es bei uns auch keine Eigenbedarfskündigungen", sagt Rolf Buch.

Eine weitere herausfordernde Aufgabe sei die soziale Integration, die vor allem in gut funktionierenden Quartieren gelingen kann. Daher brauchen die Menschen laut des Konzerns Wohnviertel mit guter Infrastruktur, mit Ärzten, Nahversorgung, Kitas und Schulen.