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Von der Leyen sieht im Bärenhof neues Zeitalter des Wohnens

Nach nur 10 Monaten Bauzeit feiert am 27. November eines der bemerkenswertesten Neubauprojekte Hamburgs Richtfest: Der Bärenhof in Langenhorn. Familienministerin von der Leyen sieht durch die Realisierung des „Mehr-Generationen-Wohnens“ in den 47 Wohneinheiten ein neues Zeitalter des Wohnens anbrechen. Auch Bausenator Dr. Michael Freytag hebt in seinem Grußwort den Zukunft weisenden Charakter dieses Projekts hervor. Der Wohnkomplex Bärenhof ist eines von 22 Modellprojekten des Bundes, in der Genossenschaften neue Wohnformen erproben. In Hamburg ist einzig die Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG ausgewählt worden, an dem Programm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) teilzunehmen.

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Mit der zunehmenden Anzahl an Senioren ändern sich in unserer Gesellschaft auch die Ansprüche an das Wohnen. Gefragt sind flexible Wohnformen, die den veränderten Bedingungen Rechnung tragen. Aus diesem Anlass hat der Bund eine Initiative mit 22 Modellprojekten gestartet, in denen Genossenschaften neue Wohnformen realisieren. In Hamburger wartet einzig die Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG mit der Wohnanlage am Bärenhof und einem Konzept für generationsübergreifendes wie auch seniorengerechtes Wohnen auf.

Im Stadtteil Langenhorn, nahe des U-Bahnhofs Ochsenzoll, entstehen zur Zeit 47 Wohneinheiten zwischen 50 und 100 m² für ca. neun Millionen Euro. Mit der Ausführung des Baus wurde die Otto Wulff Bauunternehmung GmbH & Co. KG beauftragt. Das Grundstück wurde von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt bereit gestellt. Auch die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz hat das Bauvorhaben gefördert. Den innovativen Charakter der Anlage am Bärenhof bringt Burkhard Pawils, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG, auf den Punkt: „Verändern sich im Laufe der Zeit die Wohnansprüche der Bewohner, ist ein „Generationenwechsel“ in eine neue, bedürfnisgerechte Wohnung problemlos möglich.

Dabei müssen nicht einmal chronisch erkrankte Bewohner das gewohnte Umfeld ihres Zuhauses verlassen.“ Bemerkenswert ist auch, dass die künftigen Bewohner bereits in die Planung einbezogen wurden. In Workshops wurden die eigenen Vorstellungen ausgetauscht und diskutiert, und anschließend von dem Architekturbüro von Prof. Dipl. Ing. Beata Huke-Schubert aufgegriffen. Darüber hinaus können die Bewohner einige Verwaltungsaufgaben in ihrer Wohnanlage selbst übernehmen. Auch bei der Neuvermietung der Wohnungen im Projekt haben sie ein Mitspracherecht. In Punkto nachbarschaftlichem Engagement beschreitet die Wohnanlage am Bärenhof ganz neue Wege.

Initiiert wurde das Wohnprojekt durch eine Gruppe von Mitgliedern der Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG, „die Tarpens“ sowie von der Bürgerinitiative „de olen Smugglers“. Vorgesehen sind je ein eigener Gebäudeteil für die beiden Wohngruppen. Die kammähnliche Anordnung der Gebäude mit zwei das Ensemble prägenden Innenhöfen ist von viel Grün umgeben und garantiert Lärm- und Sichtschutz. Die Tiefgarage ermöglicht es, das Wohngebiet quasi zur autofreien Zone zu machen.

Das Konzept des generationsübergreifenden Wohnens der Gruppe „die Tarpens“ wendet sich insbesondere an junge Familien mit Kindern sowie Senioren. Die individuellen Ansprüche von Kindern, Eltern und älteren Bewohnern werden unter einem Dach vereint. Das zweite der Gruppe „de olen Smugglers“ richtet sich gezielt an die veränderten Wohnansprüche der Generation „50 Plus“. Die Wohnungen sind barrierefrei. Durch die Zusammenarbeit mit ambulanten Pflegediensten erhalten die Bewohner eine optimale Betreuung und Versorgung.