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Verkehrsminister Daehre: Mitteldeutschland hat Potenzial einer europäischen Logistikdrehscheibe

Karl-Heinz Daehre

Die Entwicklung der Logistikbranche in Sachsen-Anhalt bietet nach Einschätzung von Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre gute Voraussetzungen für ein solides wirtschaftliches Wachstum. „Schon jetzt werden in diesem Bereich bundesweit mehr als 180 Milliarden Euro jährlich erwirtschaftet“, sagte er heute bei einem „Wirtschaftsforum Elbe 2010“ in Aken (Landkreis Anhalt-Bitterfeld). Um die Potenziale nutzen zu können, müssten jedoch die verschiedenen Verkehrsträger konsequent miteinander vernetzt werden. „Weil die Straße allein das künftige Verkehrsaufkommen nicht bewältigen kann, brauchen wir neben dem Ausbau der Schienenwege zugleich eine intelligente Nutzung der Wasserwege“, betonte Daehre.

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Das Land bekenne sich zur Binnenschifffahrt, unterstrich der Minister. Dieses Verkehrssystem, könne ohne Zweifel für sich in Anspruch nehmen, pro transportierter Ladungseinheit die geringsten Umweltbeeinträchtigungen zu verursachen. Als Beispiel für eine effektive trimodale Verbindung nannte Daehre die Hafenbetrieb Aken GmbH. Der 1889 gegründete Hafen habe sich in den zurückliegenden 15 Jahren vom massengutorientierten Umschlagplatz zu einem europaweit bekannt und genutzten Logistikstandort des Güterverkehrs im mitteldeutschen Wirtschaftsraum entwickelt.

Mit dem 2006 fertig gestellten trimodalen Schwergutterminal mit der höchsten stationären Tragkraft an der Elbe ist der Hafen Aken die entscheidende Schnittstelle für Großraum- und Schwerguttransporte für die Industrie des Maschinen- und Anlagenbaus aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Darüber hinaus werde seit 2002 im Hafen ein trimodales Containerterminal betrieben. „So gibt es nicht nur einen regelmäßigen Binnenschiffsliniendienst mit der Elbe-Containerlinie von und nach Hamburg, sondern auch die Containerzugverbindung Bremerhaven – Aken hat eine besondere Bedeutung im Seehafenhinterlandverkehr erlangt“, erläuterte der Verkehrsminister.