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UK: Savills beziffert aktuelles Finanzierungsvolumen mit £ 350 Milliarden

Savills eröffnete seine alljährliche Präsentationsreihe „Financing Property“ für Kapitalgeber am 8. Juni 2011 in der Londoner City mit dem Thema „Markt der zwei Geschwindigkeiten“. Wie das Unternehmen berichtet, wird auf dem britischen Gewerbeimmobilienmarkt derzeit ein Kreditportfolio in Höhe von £ 350 Milliarden verwaltet und damit etwa £ 100 Milliarden mehr als von den Branchenexperten bisher angenommen. Savills geht ferner davon aus, dass 25 % dieses Volumens auf das Core-Segment entfallen, während die verbleibenden mehr als £ 250 Mrd. Non-Core-Objekte absichern. Für diejenigen, die in der Lage sind, Kredite zu vergeben, gibt es Savills zufolge einige „Geheimtipps“ im Markt, und im Sekundärsegment dürften sich 2011/2012 die vielversprechendsten Chancen auftun.

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Savills bestätigt, dass bei den bestehenden Krediten eine Überschreitung der vereinbarten Beleihungsquoten und ein Verstoß der Kreditnehmer gegen andere Kreditvertragsbedingungen zum Teil nach wie vor zu beobachten ist. Nachdem die Banken die Entwicklung über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren beobachten konnten, haben sie teilweise Bestände in die eigenen Bücher übernommen und wägen nun die Situation sorgfältig ab. Inzwischen haben sie die Vielschichtigkeit des Marktes erkannt, was es ihnen ermöglicht, ihre bestehenden Kreditportfolios rational zu prüfen. Dies hält sie allerdings nicht von neuen Finanzierungsabsichten ab.

Bezug nehmend auf einen Bericht der De Montfort University berichtet Savills, dass in diesem Jahr Kredite über insgesamt £ 46 Milliarden fällig werden, wobei die Kapitalgeber aber bereits damit begonnen haben, diese zu thematisieren. Das Unternehmen konstatiert, dass die Mietvertragslaufzeiten eine entscheidende Rolle bei einer möglichen Prolongation bestehender Kredite spielen. Derzeit werden Verlängerungen von durchschnittlich 2,2 Jahren vereinbart. Die Beleihungsquoten dürften Savills zufolge weiterhin bei etwa 60 – 65 % verharren, da die Kapitalgeber nach wie vor zurückhaltend agieren und infolge von Basel III höhere Eigenkapitalreserven gesetzlich vorgeschrieben sind. Dies dürfte die anhaltende Verlagerung in Richtung Eigenkapitalfinanzierung weiter vorantreiben, wie sie bei britischen institutionellen Investoren sowie staatlichen und opportunistischen Fonds zu beobachten ist.

William Newsom, Head of Valuation bei Savills UK, sagt: „Die Verfügbarkeit von Finanzierungen ist weiterhin ein Thema für den Markt. Wir erleben eine Rückkehr zum traditionellen Modell der 1950er, 60er und 70er, bei dem höhere Eigenkapitalquoten verlangt werden. Allerdings ist der Markt mit Eigenkapital überflutet. Dazu trägt auch eine neue Welle von Mezzanine-Kapitalgebern bei, die von den niedrigen Beleihungsquoten profitieren können und die Lücke zwischen vorrangig besicherten Krediten und Eigenkapital schließen. Kapitalgebern eröffnet die Zunahme des Eigenkapitals im Markt gute Chancen, bis zu 30 % ihres gesamten Kreditportfolios abzubauen. Hierzu kann ein passender Mix verschiedener Assets zu vermarktungsfähigen Portfolios geschnürt werden. Wir erwarten nicht, dass die Freisetzung dieser Bestandsimmobilien den Markt destabilisieren wird.“