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Übersee-Investoren dominieren Londoner Investmentmarkt

Auch im zweiten Quartal 2012 waren internationale Investoren die treibende Kraft am Londoner Gewerbeimmobilienmarkt: 80 % aller Investments in London City und den Docklands erfolgten durch Investoren aus Übersee, im West End waren es 57,4 %. In Central London lag das Investmentvolumen mit 4,36 Mrd. GBP 21 % über dem des Vorquartals (3,6 Mrd. GBP). Wie das internationale ImmobilienberatungshausCushman & Wakefield (C&W) nun berichtet, wird die Belebung auf dem Londoner Investmentmarkt bei der Betrachtung des vierten Quartals 2011 besonders deutlich, in dem ein Ergebnis von 2,54 Mrd. GBP registriert wurde.

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In London City und den Docklands wurden im zweiten Quartal 2012 in 38 Transaktionen 3,6 Mrd. GBP investiert, wovon rund 2 Mrd. GBP auf zehn Transaktionen entfielen. Das aktuelle Quartalsergebnis in diesen Teilmärkten liegt damit 50 % über dem des ersten Quartals 2012 (2,4 Mrd. GBP). Im ersten Halbjahr 2012 betrug das Investmentvolumen damit knapp 5,5 Mrd. GBP – 70 % davon wurden in 30 Transaktionen erzielt (insgesamt 71 Transaktionen im ersten Halbjahr 2012).

Nach wie vor verzeichnen die City und die Docklands eine starke Nachfrage von ausländischen und inländischen Investoren, doch das Angebot an modernen Flächen wird in diesen Lagen knapper. Jüngst sind nur wenige neue Objekte auf den Markt gekommen und für die nächsten Monate zeichnet sich keine nennenswerte Angebotsausweitung ab. „Nichtsdestotrotz“, kommentiert Inga Schwarz, verantwortlich für Research bei C&W in Deutschland, „ist in den Teilmärkten City und Docklands mit einem Investmentvolumen zu rechnen, das den Boomjahren 2006 und 2007 ähnelt.“

Beobachtet werden Investmentaktivitäten über alle Risikoklassen hinweg, doch der Großteil der Transaktionen erfolgt im sicheren mittelfristigen Cashflow generierenden Segment. So wurde beispielsweise das Plantation House von einem privaten brasilianischen Investor für 470 Mio. GBP bei einer Nettoanfangsrendite von ca. 5,7 % erworben und Brookfield akquirierte ein Portfolio von drei großen Büroimmobilien (1 Leadenhall Court, 125 Old Broad Street und 99 Bishopsgate) von Hammerson für 518 Mio. GBP.

Im Londoner West End wurde mit 36 Transaktionen ein Investmentvolumen von 1,29 Mrd. GBP gedreht. Damit wurde das Ergebnis des ersten Quartals 2012 (1,21 Mrd. GBP) um 6,6 % übertroffen. Investoren aus Übersee - Fonds, private Investoren und Immobilienunternehmen - hatten daran einen Anteil von 57,4 %. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen betrug 35,8 Mio. GBP.

Nach Einschätzung von C&W scheinen die volatilen Märkte Kontinentaleuropas einen positiven Einfluss auf den nach wie vor relativ stabilen Londoner Investmentmarkt zu haben: Die Nachfrage ist hoch. „Insbesondere im West End können wir beobachten, dass es durchaus Eigentümer gibt, die sich jetzt von ihrer Immobilie trennen wollen. Sie gehen davon aus, dass die momentane Hochpreisphase nicht endlos sein wird, und sie versuchen entsprechend, ihr Objekt zu einem Premium-Preis zu veräußern. Wie wir sehen mit Erfolg.“, erklärt Schwarz und ergänzt „ Jeder Zinsanstieg dürfte die niedrigen Renditen für Premium-Objekte unter Aufwärtsdruck bringen.“

Signifikante Transaktionen im zweiten Quartal waren im Londoner West End der Verkauf des Queensbury House, 3-9 Old Burlington Street, an die Sorgente-Gruppe zum Preis von 167 Mio. GBP, zu einem ähnlichen Preis der Verkauf des Stratton House, 5 Stratton Street, an einen privaten deutschen Investor und der Erwerb der 333 Oxford Street durch Inditex. Der spanische Mode-Konzern hat damit die Zentrale seiner Tochter Zara erworben. „Letzteres ist ein Beispiel dafür, dass ein Retailer sowohl seine Marken-Repräsentanz in einer bestimmten Lage langfristig sichern als auch sich gegen steigende Mieten schützen will“, erläutert die Researcherin und kommentiert die Entwicklung des Londoner Investmentmarktes. „Insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden geo-politischen Risiken weltweit und der ungelösten Probleme der europäischen Schuldenkrise dürfte der Londoner Investmentmarkt weiterhin in Bewegung bleiben - trotz des derzeit schwachen Vermietungsmarktes. Wir erwarten auch in den kommenden Monaten eine starke Nachfrage auf dem Londoner Investmentmarkt, die durchaus auf adäquates Angebot treffen dürfte.“