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München: Bauwerk vermarktet 40 Prozent der Friends-Wohnungen

Rund zwei Monate nachdem die Stadt München die Baugenehmigung erteilt hat [München: Grünes Licht für Wohnprojekt Friends], sind im Luxus-Wohnprojekt Friends, das im Stadtquartier „Am Hirschgarten„ liegt, bereits über 100 der insgesamt 260 Einheiten verkauft. Die Vermarktung der Ein- bis Dreizimmerwohnungen hatte im Januar 2014 begonnen. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 45 und 145 m², die Kaufpreise starten bei 239.000 Euro. “Die Baugenehmigung hat das Interesse nochmals angekurbelt. Die beiden jeweils 53 Meter hohen Gebäude können wie geplant realisiert werden. Daher haben zahlreiche Interessenten, die Einheiten bislang nur reserviert hatten, nun die Kaufverträge unterzeichnet“, sagt Jürgen Schorn, Geschäftsführer der für Beratung und Vermarktung verantwortlichen Bauwerk Capital GmbH & Co. KG.

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Nach Angaben von Bauwerk Capital leben 93 Prozent der bisherigen Käufer in Deutschland, davon 95 Prozent in Bayern. Viele von ihnen sind vom Fach: Sie arbeiten selbst in der Bau- und Immobilienbranche als Ingenieure oder Architekten. Besonders schätzen sie die für München außergewöhnliche Architektur- und Raumkonzeption. Ein Cube, in dem Küche, Bad, Hauswirtschaftsraum und Ankleide zentral angeordnet sind, erlaubt ein offenes und weitläufiges Wohnen.

Auch die so genannten Sharing-Spaces und -Services für alle Bewohner – wie die voll möblierten Dachterrassen auf beiden Gebäuden, Fitnessraum, Deli, Kitchen Lounge oder Keeper – kommen laut Bauwerk an. „Einige der bisherigen Käufer sind beruflich auch im Ausland unterwegs und daher neuen Wohnformen und spannender Architektur gegenüber sehr aufgeschlossen„, freut sich Jürgen Schorn. Ob die Idee vom “geteilten Wohnen„ allerdings später wirklich für die Bewohner, die bis zu 11.000 Euro/m² bezahlen, das A&O sein wird, ist fraglich.

Reibereien könnten aber auch noch durch einen anderen Punkt entstehen: Die Lage der Wohntürme ist nicht gerade die ruhigste. So befürchtet Stadtratskandidat Leonhard Agerer mögliche Reibungspunkte zwischen den künftigen Bewohnern und der sehr lärmintensiven Umgebung. Zur unmittelbaren Nachbarschaft gehört zum Beispiel das beliebte Kulturzentrum “Backstage“, das neben dem DHL-Logistikzentrum auf dem ehemaligen Deutschmanngelände angesiedelt, und nur einen Steinwurf vom Friends entfernt ist. Seine Sorge wird durch das ehemalige Gewofag-Projekt „Gern 64“ auf dem ehemaligen Heilig Geist-Areal in Nymphenburg-Gern getrieben, das ebenfalls von Bauwerk Capital vermarktet worden war. Dort fühlen sich viele Anwohner durch den Lärm des TSV Gern, des Abenteuerspielplatzes und des Jugendtreffs Neuhausen gestört. Die damalige Vermarktungspraxis und das Informationsmanko gegenüber den neuen Wohnungseigentümern war zwar bereits sehr früh in die Kritik geraten, letztendlich aber dennoch zu spät.