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UBS mit Verlust von CHF 358 Millionen für das 2. Quartal

UBS weist für das 2. Quartal 2008 einen den Aktionären zurechenbaren Reinverlust von CHF 358 Millionen aus.

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Das 2. Quartal 2008 blieb aus diversen Gründen schwierig:
Die positive Einschätzung am Ende des 1. Quartals 2008, wonach sich die Kreditkrise abschwächen könnte, erwies sich als kurzlebig, da sich die Handelsbedingungen in der zweiten Maihälfte deutlich verschlechterten, insbesondere für Anlagen mit Bezug zum USW-ohnimmobilienmarkt sowie für andere strukturierte Kreditprodukte. Diese Entwicklung führte zu einem negativen Zweitquartalsergebnis und Abschreibungen von rund USD 5,1 Milliarden auf damit verbundenen Positionen (weitere Details siehe Anmerkung 3 in der ungeprüften Konzernrechnung im Finanzbericht per 30. Juni 2008 sowie Seite 7-8 dieser Medienmitteilung zum Ergebnis des Bereichs Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC)).

Das Quartal war zudem gekennzeichnet durch allgemein rückläufige Kundenaktivitäten, insbesondere durch eine Verminderung des Kapitalmarkt- und M&A-Volumens, sowie fallende Wertschriftenkurse.

Während die Gewinne im Wealth- und im Asset-Management-Geschäft sowie bei Business Banking Switzerland im Vergleich zum 1. Quartal 2008 zurückgingen, blieben sie in absoluten Zahlen hoch, ausser bei Wealth Management US infolge der Rückstellung im Zusammenhang mit Auction Rate Securities. Da die Nettoneugeldabflüsse auf Konzernebene von CHF 43,8 Milliarden durch Währungseffekte kompensiert wurden, stiegen die verwalteten Vermögen leicht.

In der Investment Bank nahmen die Erträge im Beratungs- und Kapitalmarktgeschäft im Vergleich zum 2. Quartal 2007 aufgrund des deutlich geschrumpften globalen Transaktionsvolumens merklich ab. Dagegen verzeichnete der Bereich Equity Capital Markets gegenüber dem 1. Quartal 2008 massiv höhere Erträge.

Der Geschäftsaufwand von UBS insgesamt ging gegenüber dem 2. Quartal 2007 um 18% auf CHF 8110 Millionen zurück. Dieser Rückgang war insbesondere den tieferen Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen sowie der Auflösung bestimmter im 1. Quartal 2008 vorgenommener Abgrenzungen zuzuschreiben. Der Sachaufwand erhöhte sich im gesamten Konzern um 25% auf CHF 2831 Millionen. Grund dafür war, dass den niedrigeren Aufwendungen, die in den meisten Kategorien verzeichnet wurden, Rückstellungen von USD 900 Millionen (CHF 919 Millionen) gegenüberstanden, die UBS für kürzlich getroffene Massnahmen in Zusammenhang mit US-Auction-Rate-Securities-Märkten getätigt hat. Der Mitarbeiterbestand verringerte sich per 30. Juni 2008 auf 81 452 bzw. um 2387 Mitarbeiter im Vergleich zum Ende des 1. Quartals 2008. Die Investment Bank verzeichnete einen Rückgang um 1695 Mitarbeiter.

UBS verbuchte für das 2. Quartal 2008 eine Steuergutschrift von netto CHF 3829 Millionen. Darin enthalten ist ein Nettoeffekt von CHF 3200 Millionen aus der Aktivierung einer latenten Forderung aus steuerlich verrechenbaren Verlusten.

Abbau des Risikoengagements
Es wurden entscheidende Massnahmen zum deutlichen Abbau von Klumpenrisiken eingeleitet, insbesondere durch anhaltende Veräusserungen im Quartalsverlauf. Die grösste Transaktion war der Verkauf von US-amerikanischen Residential Mortgage-Backed Securities an einen von BlackRock verwalteten Fonds.

UBS wird die verbleibenden US-Immobilienmarktpositionen im Rahmen eines speziellen Workout-Portfolios innerhalb des FICC-Bereichs der Investment Bank weiterhin getrennt bewirtschaften. Angesichts des umfangreichen Abbaus von Risikopositionen im 2. Quartal 2008 könnte UBS möglicherweise darauf verzichten, einen Teil dieses Portfolios in eine neue, zu 100% in ihrem Besitz befindliche Einheit zu überführen, wie dies ursprünglich geplant gewesen war.

Auction Rate Securities
Am 15. Juli 2008 kündigte UBS die Erstellung einer Truststruktur mit dem Ziel an, von Kunden steuerfreie sogenannte Auction Preferred Stocks (eine Art von Auction Rate Securities) im Umfang von rund USD 3,5 Milliarden zum Nennwert zurückzukaufen. Der Trust würde auf Basis eines «Liquidity Put» (Option zur Rückgabe zum ursprünglichen Preis) oder einer ähnlichen, von UBS oder einer anderen erstklassigen Bank bereitgestellten Nachfragestruktur Wertpapiere begeben und würde in der Konzernrechnung konsolidiert. Diese Transaktion unterliegt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden sowie weiteren Bedingungen.

Am 8. August 2008 kündigte UBS an, mit der Securities and Exchange Commission (SEC) und gliedstaatlichen Aufsichtsbehörden eine Grundsatzvereinbarung getroffen zu haben für alle Kunden, die Auction Rate Securities halten. Im Ergebnis ist eine Rückstellung von USD 900 Millionen (CHF 919 Millionen) für diesen Vergleich enthalten.

Stärkung der Kapitalbasis und der Bilanz
Am 30. Juni 2008 wies UBS eine BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) von 11,6% und eine BIZGesamtkapitalquote von 15,7% aus, verglichen mit 6,9% bzw. 10,7% per 31. März 2008. Diese Verbesserung ist den Massnahmen zu verdanken, die UBS im 2. Quartal 2008 zur Stärkung ihrer Kapitalbasis ergriffen hat.

Die Bilanzsumme betrug per 30. Juni 2008 CHF 2078 Milliarden, verglichen mit CHF 2231 Milliarden per 31. März 2008, was einem Rückgang um 7% entspricht. Die risikogewichteten Aktiven verminderten sich im 2. Quartal 2008 um CHF 10 Milliarden bzw. um 3,0% auf CHF 323 Milliarden per 30. Juni 2008.

Am 17. Juni 2008 konnte UBS eine Kapitalerhöhung abschliessen, indem im Rahmen einer Bezugsrechtsemission 760 295 181 voll zu liberierende Namenaktien ausgegeben wurden. Dabei wurden Bezugsrechte für 755 466 901 neue Aktien ausgeübt, was 99,4% aller zur Zeichnung angebotenen Aktien entsprach. 4 828 280 neue Aktien, für welche die Bezugsrechte nicht gültig ausgeübt wurden, verkaufte die UBS Investment Bank über den Markt. Diese Kapitalerhöhung generierte einen Nettoerlös von CHF 15,6 Milliarden.

Darüber hinaus emittierte UBS im 2. Quartal 2008 Perpetual Preferred Securities im Umfang von 1 Milliarde Euro, die als Tier-1-Kapital gelten.

Kostensenkungen
Im gesamten Konzern ging der Geschäftsaufwand gegenüber dem 2. Quartal 2007 um 18% auf CHF 8110 Millionen zurück. Dieser Rückgang war insbesondere den tieferen Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen sowie der Auflösung von im 1. Quartal 2008 vorgenommenen Abgrenzungen zuzuschreiben.

Der Sachaufwand erhöhte sich um 25% auf CHF 2831 Millionen, da den niedrigeren Aufwendungen, die in den meisten Kategorien verzeichnet wurden, Rückstellungen von USD 900 Millionen (CHF 919 Millionen) im Zusammenhang mit Auction Rate Securities gegenüberstanden.

Per 30. Juni 2008 beschäftigte UBS 81 452 Mitarbeiter bzw. 2387 weniger als am 31. März 2008, wobei der Personalbestand bei der Investment Bank um 1695 zurückging.

Ausblick
UBS rechnet nicht damit, dass sich das negative Finanzmarkt- und wirtschaftliche Umfeld, welches das Berichtsquartal belastete, in der zweiten Jahreshälfte verbessern wird. UBS wird damit fortfahren, den Personalbestand, die Kosten und ihre Risikopositionen weiter abzubauen.