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UBS erzielt Resultat von CHF 3.147 Millionen im QII 2006

UBS erzielte im zweiten Quartal 2006 ein Ergebnis von CHF 3.147 Millionen (den UBS-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis), gegenüber CHF 2 147 Millionen im zweiten Quartal 2005. Das Finanzdienstleistungsgeschäft steuerte CHF 3 032 Millionen zu diesem Ergebnis bei, das sind 51% mehr als in der Vorjahresperiode (aus fortzuführender Geschäftstätigkeit) und annähernd soviel wie im ersten Quartal 2006, als UBS ihr bestes je erzieltes Quartalsergebnis bekannt gab. In der ersten Jahreshälfte 2006 belief sich das den UBS-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft auf CHF 6 080 Millionen, gegenüber 4 538 Millionen in der Vorjahresperiode.

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Das Segment Industriebeteiligungen, in dem nur noch das Private-Equity-Portfolio geführt wird, leistete einen Beitrag von CHF 115 Millionen oder 3,7% zum Ergebnis des zweiten Quartals 2006. Clive Standish, Chief Financial Officer: «Trotz Marktumschwung Mitte Mai konnten wir eine starke Quartalsperformance erzielen. Die vermögensabhängigen Einkünfte profitierten vom hohen Betragsniveau der investierten Vermögen. Im Underwriting stiegen die Einnahmen auf einen Höchststand. Die Corporate-Finance- und Courtageeinnahmen wuchsen, ebenso der Ertrag aus dem Handelsgeschäft.»

Im Finanzdienstleistungsgeschäft stieg der Geschäftsertrag im zweiten Quartal 2006 auf CHF 12 057 Millionen – das sind 33% mehr als im zweiten Quartal 2005. Die vermögensabhängigen Einkünfte, beispielsweise aus dem Anlagefonds- und Portfolio-Management-Geschäft, profitierten weiterhin vom hohen Stand der verwalteten Vermögen. Im Underwriting erreichten die Erträge einen neuen Höchststand, angetrieben durch die steigende Anzahl Aktienemissionen weltweit. Im Investment Banking hat UBS in Asien besonders gut abgeschnitten und fungierte unter anderem als Joint Global Coordinator und Bookrunner beim Börsengang der Bank of China. In einem Umfeld verstärkter M&A-Aktivitäten stiegen die Corporate-Finance-Einnahmen gegenüber dem zweiten Quartal 2005 ebenfalls an. Sowohl institutionelle als auch private Kunden waren zu Beginn des zweiten Quartals sehr aktiv an den Börsen, wodurch sich die Courtageeinnahmen entsprechend erhöhten. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm in sämtlichen Sparten zu. Im Bereich Aktien resultierte dieser Anstieg primär aus einer erhöhten Nachfrage nach Derivaten sowie dem Ausbau im Prime Brokerage. Im Fixed-Income-Bereich erhöhte sich der Erfolgsbeitrag der Mortgage-Backed Securities sowie der derivativen Instrumente. Die Erträge im Devisenhandel nahmen ebenfalls zu. Im Zinsdifferenzgeschäft stieg der Ertrag infolge eines erhöhten Ausleihungsvolumens für Wealth- Management-Kunden.
Im Weiteren wirkte sich die Veräußerung einiger Finanzanlagen der Investment Bank positiv auf das Gesamtergebnis aus.

Der Geschäftsaufwand lag im zweiten Quartal 2006 bei CHF 8 017 Millionen, 25% höher als im Vorjahresquartal. Dieser Anstieg ist bedingt durch den erhöhten Personal- und Sachaufwand im Zuge der anhaltenden Geschäftsexpansion und der Rekrutierung zusätzlicher Mitarbeiter in allen Schlüsselmärkten. Der Personalaufwand stieg infolge höherer Lohnkosten und des im zweiten Quartal abgegrenzten Aufwands für leistungsabhängige Vergütungen. Der Anstieg des Sachaufwands gegenüber der Vorjahresperiode reflektiert höhere Beratungshonorare, IT- und Outsourcing-Kosten. Hinzu kommen Reise- und Repräsentationsspesen, Mietaufwand, Marketing- und PR-Kosten, welche ebenfalls zunahmen. In der Vergleichsperiode des Vorjahres war der Sachaufwand infolge Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen tiefer ausgefallen. Erneut konnten außerdem Wertberichtigungen für Kreditrisiken aufgelöst werden, was sich positiv auf das Gesamtergebnis auswirkte.


BIZ-Kernkapitalquote, risikogewichtete Aktiven

Die BIZ-Kernkapitalquote belief sich per 30. Juni 2006 auf 12,2%, gegenüber 12,9% per 31. März 2006. Die risikogewichteten Aktiven beliefen sich per 30. Juni 2006 auf CHF 315,9 Milliarden, das sind CHF 4,1 Milliarden mehr als per Ende März. Die Außerbilanzpositionen stiegen vor allem aufgrund unbeanspruchter Kreditfazilitäten für Unternehmenskunden im Syndicated Finance de Investment Bank.
Das BIZ-Kernkapital (Tier 1) verminderte sich von CHF 40,3 Milliarden per 31. März 2006 auf CHF 38,4 Milliarden per 30. Juni 2006, bedingt durch die angekündigten Akquisitionen von Banco Pactual, Piper Jaffray und des Futures- und Optionsgeschäfts von ABN Amro. Dadurch sanken das Tier-1-Kapital um CHF 3,9 Milliarden und die Tier-1-Quote um 1,2 Prozentpunkte. Abgrenzungen für Dividendenzahlungen, Währungseffekte und Aktienrückkäufe trugen zu einer weiteren Reduktion des Kernkapitals bei. Diese wurde größtenteils neutralisiert durch die starken Quartalsergebnisse. UBS hat im Mai Trust Preferred Securities im Wert von USD 1 000 Millionen ausgegeben, was die im weiteren Quartalsverlauf erfolgten Rückzahlungen von USD 300 Millionen mehr als ausglich.

Lancierung von Dillon Read Capital Management

Dillon Read Capital Management (DRCM) hat Anfang Juni den Betrieb aufgenommen. Diese neue, auf alternative Anlagen spezialisierte Geschäftseinheit mit 156 Mitarbeitern wurde per 5. Juni 2006 von der Investment Bank zu Global Asset Management transferiert. DRCM verwaltet ihre Anlagevehikel zunächst im Auftrag der Investment Bank. Noch in diesem Jahr werden entsprechende Anlagemöglichkeiten auch externen Investoren zugänglich gemacht.

Ausblick
Die schwierigeren Handelsbedingungen, die gegen Ende des zweiten Quartals aufkamen, dauern an. Wachsende geopolitische Bedenken, gepaart mit Unsicherheit bezüglich des künftigen Wirtschaftswachstums, Inflation und die Auswirkungen auf die Geldpolitik beeinträchtigen das Anlegervertrauen und drücken auf die verwalteten Vermögen. Für Finanzdienstleistungsunternehmen könnte dies die Rückkehr zu einem charakteristischen saisonalen Muster bedeuten, mit einem starken Auftakt zum Jahresbeginn gefolgt von einer schwächeren zweiten Jahreshälfte. Auf der anderen Seite befinden sich die Unternehmensbilanzen in guter Verfassung, die Gewinne bleiben robust, die Zahl der Fusionen und Übernahmen steigt. Die fundamtentalen Wachstumstreiber im Wealth Management und Asset Management sind ebenfalls intakt. Die Investment Bank kann weiterhin mit einem hohen Transaktionsvolumen rechnen.