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UBS erzielt Resultat von CHF 2 199 Millionen im 3. Quartal

UBS erzielte im dritten Quartal 2006 ein Ergebnis von CHF 2 199 Millionen (den UBS-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis). Dies entspricht einer Abnahme von 21% gegenüber den CHF 2 770 Millionen im dritten Quartal 2005. Der Reingewinn aus fortzuführender Geschäftstätigkeit sank um 15%. Das Segment Industriebeteiligungen, in dem nur noch das Private-Equity-Portfolio geführt wird, leistete einen Beitrag von CHF 81 Millionen zum Ergebnis des dritten Quartals 2006.

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Das Finanzdienstleistungsgeschäft steuerte CHF 2 114 Millionen zu dem den UBS-Aktionären zurechenbaren Ergebnis aus fortzuführender Geschäftstätigkeit bei, das sind 30% weniger als im zweiten Quartal 2006 und 16% weniger als in der Vorjahres-periode. Der Geschäftsertrag ging im Vergleich zum zweiten Quartal 2006 um 13% zurück, dies aufgrund der schwächeren Märkte sowie der – im aktuellen Berichtsquartal ausgebliebenen –Gewinne aus der Veräusserung von Beteiligungen, von denen UBS im zweiten Quartal 2006 profitiert hatte.

Clive Standish, Chief Financial Officer: «Die Folgen der Korrekturen an den Finanzmärkten im Mai und Juni waren bis in den ersten Teil des dritten Quartals hinein spürbar. Eine eigentliche Erholung setzte erst im September ein, sodass es uns nicht mehr möglich war, an die ausserordentlich guten Resultate der ersten Jahreshälfte anzuknüpfen.»

Der Geschäftsertrag stieg im Vergleich zum dritten Quartal 2005 um 1%. Der Rückgang der Handelserträge namentlich im Aktien- und Zinsengeschäft wurde kompensiert durch Ergebnis-steigerungen in anderen Bereichen wie dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft, das im dritten Quartal 2006 einen Anteil von insgesamt 58% des Geschäftsertrags für sich beanspruchte. Die vermögensabhängigen Einkünfte im Wealth Management und im Asset Management nahmen zu, gestützt auf starke Neugeldzuflüsse und höhere Marktbewertungen. Die Investment Bank konnte im Advisory-Business und im Underwriting von Anleihen hohe Erträge generieren. Die Anleihenmärkte erholten sich gegenüber dem Vorjahr spürbar, und das M&A-Geschäft entwickelte sich besonders lebhaft.

Zu den grösseren Transaktionen, bei denen UBS involviert war, zählte unter anderem die Übernahme des kanadischen Nickelproduzenten Inco durch den weltweit grössten Eisenerzförderer Companhia Vale do Rio Doce. Im Leveraged-Finance-Geschäft, wo UBS bisher eher untervertreten war, konnte sie sich an zahlreichen bedeutenden Kapitalmarkttransaktionen beteiligen, so unter anderem an der Offerte von Anadarko Petroleum für die Übernahme von Kerr-McGee und Western Gas oder an der Akquisition von Travelport durch Blackstone. Im Zinsdifferenzgeschäft stieg der Ertrag aufgrund vermehrter Kredite an Wealth-Management- Kunden und des anhaltenden Wachstums im schweizerischen Hypothekengeschäft sowie der höheren Zinsmargen auf Kundenkonten.

Der Handelserfolg sank gegenüber dem dritten Quartal 2005 um 15%. Die Erträge im Aktienhandel gingen um 25% zurück, nachdem das Geschehen an den Märkten im dritten Quartal sehr viel ruhiger war als in der ausser-gewöhnlich lebhaften Vorjahresperiode. Im Fixed-Income-Geschäft fiel der Ertrag um 15% als Folge des rückläufigen Derivatehandels in den USA und Europa. Diese Entwicklung wurde durch die robuste Kundennachfrage im Rates-Business teilweise neutralisiert. Der Geschäftsaufwand stieg im Vergleich zum dritten Quartal 2005 um 8% auf CHF 7 715 Millionen im dritten Quartal 2006, primär infolge des höheren Sach- und Personal-aufwands, nachdem UBS ihr Geschäft weiter ausgebaut und zusätzliches Personal in Schlüsselbereichen eingestellt hatte. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund der steigenden Salärkosten, wobei deren Anstieg – bedingt durch die anhaltende Rekrutierung zusätzlicher Mitarbeiter – durch den tieferen abgegrenzten Aufwand für leistungsabhängige Vergütungen teilweise kompensiert wurde. Der Sachaufwand nahm ebenfalls zu: UBS verbuchte eine Rückstellung von CHF 141 Millionen im Zusammenhang mit einem langfristigen Mietvertrag für ein Bürogebäude in New Jersey. Zudem nahm der Aufwand für Beratungshonorare gegenüber dem dritten Quartal 2005 zu. Gegenüber der Vorjahresperiode erhöhten sich auch die Kosten für IT und Outsourcing. Gründe dafür sind das Wachstum der Geschäftsvolumen während der vergangenen zwölf Monate wie auch der weitere Ausbau der Infrastruktur. Die Zunahme des Personalbestands sowie die anhaltende Geschäftsexpansion führten zu höheren Reise- und Repräsentationsspesen sowie Mehrausgaben für Telekommunikation und Administration. Ausserdem fielen höhere Marketing- und PR-Kosten an.

Der Personalbestand im Finanzdienstleistungsgeschäft belief sich per 30. September 2006 auf 75 593 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 6 024 mehr als per 31. Dezember 2005 (69 569). Diese Zunahme verteilt sich auf sämtliche Geschäftseinheiten. Das internationale und Schweizer Wealth- Management-Geschäft setzte seine Wachstumsstrategie fort und stellte in den meisten Regionen neue Kundenberater und Mitarbeiter ein. Im Wealth Management in den USA stieg der Personalbestand als Folge der Integration des Geschäftsstellennetzes von Piper Jaffray. Im Schweizer Retailgeschäft stieg die Anzahl Beschäftigter aufgrund der jährlichen Rekrutierung neuer Lehrlinge beträchtlich. In der Investment Bank nahm der Personalbestand in sämtlichen Sparten zu, wobei ein Grossteil des Anstiegs auf IT- und Finanzfunktionen sowie – in geringerem Ausmass – auf den Bereich Operations entfiel.

BIZ-Kernkapitalquote, risikogewichtete Aktiven
Die BIZ-Kernkapitalquote belief sich per 30. September 2006 auf 12,3%, eine geringfügige Zunahme gegenüber den 12,2% per 30. Juni 2006. Die risikogewichteten Aktiven beliefen sich per 30. September 2006 auf CHF 331,7 Milliarden, das sind CHF 15,8 Milliarden mehr als per Ende Juni. Dies ist vor allem auf die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken zurückzuführen.

Die risikogewichteten Aktiven im Zusammenhang mit Ausleihungen innerhalb von Global Wealth Management & Business Banking nahmen zu, weil vermehrt besicherte Kredite sowie schweizerische Wohnhypotheken gewährt wurden. Die Akquisition des Futures- und Optionsgeschäfts von ABN AMRO, die rückläufige Inanspruchnahme von Kreditfazilitäten durch Kunden der Investment Bank sowie – zu einem geringeren Teil – auch die höheren Ausleihungen an US-Hypothekenvermittler trugen zu dieser Zunahme bei. Der marktrisikobedingte Anteil an den risikogewichteten Aktiven nahm ebenfalls zu, primär im Zusammenhang mit dem US-basierten Geschäft der Investment Bank. Das BIZ-Kernkapital (Tier 1) erhöhte sich von CHF 38,4 Milliarden per 30. Juni 2006 auf CHF 40,6 Milliarden per 30. September 2006, bedingt durch den Quartalsgewinn sowie durch positive Währungseffekte.

Ausblick
Der spürbare Aufschwung an den Märkten im September bedeutet einen guten Start ins vierte Quartal. Die Aktienindizes kletterten auf neue Höchststände. Die kurzfristigen Prognosen für das Wirtschaftswachstum sind positiv, die M&A-Deal-Pipeline wie auch das Anlegervertrauen sind intakt. UBS wird dank ihrer Wettbewerbsstärke in der Lage sein, Ertragschancen weltweit zu nutzen, an der Umsetzung ihrer Strategie weiterzuarbeiten und in ihre Kerngeschäfte zu investieren. Die Entwicklungen an den Finanzmärkten, die den Geschäftsgang von UBS in vielen Bereichen massgeblich beeinflussen, lassen sich nie mit Sicherheit voraussagen. Das Finanzergebnis von UBS für die ersten neun Monate dieses Jahres ist deutlich höher ausgefallen als in der Vergleichsperiode 2005, dies dank der starken Performance der ersten Jahreshälfte 2006 und einer Ertragslage, die sich trotz der schwierigen Sommerperiode als robust erwiesen hat. In den ersten neun Monaten des Jahres 2006 stieg das den UBS-Aktionären zurechenbare Ergebnis im Finanzdienst-leistungsgeschäft auf CHF 8 194 Millionen (aus fortzuführender Geschäftstätigkeit). Dies entspricht einer Zunahme von 20% gegenüber den CHF 6 845 Millionen der Vergleichsperiode 2005. Chief Financial Officer Clive Standish: «Zurzeit deutet alles darauf hin, dass uns 2006 als ein weiteres Rekordjahr für UBS in Erinnerung bleiben wird, sowohl bezüglich Performance als auch mit Blick auf die strategischen Fortschritte.»