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UBM Geschäftsergebnis 2007: Rekordergewinn und Dividendenerhöhung

2007 konnte die an der Wiener Börse notierte UBM Realitätenentwicklung AG neue Rekordzahlen in der 135-jährigen Unternehmensgeschichte erzielen. Mit einem Umsatz von 133,7 Mio. Euro konnte der Vorjahreswert um 14,2 % überboten werden. Die für einen Immobilienentwickler relevante Jahresbauleistung stieg sogar um 41,6 % auf 263,0 Mio. Das EBIT kletterte in dem ansonsten von der Immobilienbranche bejammerten Jahr 2007 um 73,1% auf den neuen Rekordwert von 32,2 Mio. Euro, ebenso das EBT mit plus 48,2 % auf 16,6 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss stieg um 40,6 % auf 12,0 Mio. Euro. Damit errechnete sich ein Ergebnis je Aktie von 4,0 Euro (2006: 2,78 Euro). Der Hauptversammlung am 18. April soll eine Erhöhung der Dividende um 10 Cent auf 1,1 Euro vorschlagen werden.

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Die ausgewiesenen Gewinne sind sämtlich cash-flow unterlegt, beruhen also auf Einnahmen aus Verwaltung, Entwicklung und Vermietung. Aufwertungen der Immobilien wurden 2007, ebenso wie in den Vorjahren, nicht vorgenommen.

Das dominierende Thema des Jahres 2007, die sogenannte Subprime-Krise, hat also in den Büchern von UBM Realitätenentwicklung AG keinen Niederschlag gefunden. Die hervorragenden Zahlen stehen im offenen Widerspruch zu den teils großen Verlusten, die allgemein als Folge der Krise bezeichnet werden. Lediglich der Zinsaufwand erhöhte sich um 3,3 Mio. Euro auf 8,3 Mio. Euro, was aber vom ansonsten großartigen Verlauf des Entwicklungsgeschäftes überkompensiert wurde.

UBM entwickelt, vermietet und verkauft Immobilien in ganz Europa mit Schwerpunkt auf die Länder in Zentral- und Osteuropa. Die im Mehrheitseigentum von Porr AG (41 %), CA Immo International (25 %) und des Warimpex-Managements (14 %) stehende Gesellschaft verfügt über operativ tätige Niederlassungen in Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich sowie der Schweiz und ist durch Projekttöchter in Russland und der Ukraine vertreten, was das Unternehmensrisiko minimiert. Nicht zuletzt sichern unterschiedliche Positionen in der Wertschöpfungskette, zum Beispiel Projektentwickler, Vermieter oder Objektmanager, flexible Reaktionsmöglichkeiten auf Veränderungen des Marktes. Entsprechend der internationalen Ausrichtung erwirtschaftete die UBM-Gruppe 2007 63 % (2006: 70 %) der Bauleistung außerhalb Österreichs.

Im Gegensatz zu reinen Entwicklern oder Bauträgern ist UBM aber auch selbst als Investor tätig und baut ähnlich einem Fonds das Vermögen laufend aus, auch werden Objekte oft über mehrere Jahre bis zur Marktreife entwickelt. Zum 31.12.2007 verfügte UBM über Immobilien mit einer Grundstücksfläche von mehr als 1,7 Mio. m² (2006: 1,8 Mio. m²) im CEE-Bereich. Die Nutzfläche des Immobilienportfolios errechnete sich zum Bilanzstichtag mit 317.000 m² (2006: 318.000 m²).

Das Vertrauen der Aktionäre auf die Sicherheit von Immobilieninvestments beruht auf den realen Werten. UBM trägt diesem Vertrauen mit ihrer Unternehmensphilosophie uneingeschränkt Rechnung. Es gibt weder exklusive Rechnungskreise, noch externe Managementgesellschaften, die mit dem Geld der Aktionäre bedient werden.

Trotz des starken Wachstums der vergangenen Jahre und obwohl keine Kapitalaufnahmen erfolgt sind, ist die Finanzlage grundsolide. Das Eigenkapital betrug zum Stichtag 108,5 Mio. Euro (2006: 102,0 Mio. Euro), ein Plus von 6,3 %. Da die Bilanzsumme jedoch um 9 % auf 477,9 Mio. Euro anwuchs, verringerte sich die Eigenkapitalquote von 23,3 % auf 22,7 %.

Trotz Immobilienkrise ist der UBM-Vorstand zuversichtlich, für 2008 wird ein ähnlich gutes Ergebnis wie im Vorjahr erwartet. Fundamental sind derzeit keine Anzeichen für eine wirkliche Schwäche der Märkte zu registrieren. Weder hat sich der Vermietungsgrad entscheidend verändert, noch ist beim Verkauf neuer Objekte eine Zurückhaltung der institutionellen Investoren zu bemerken.