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Trendwende bei deutschen Immobilieninvestments

Nachdem die Finanzkrise auch die Realwirtschaft in Deutschland erfasst hatte, ist das Transaktionsgeschehen am deutschen Markt für Immobilieninvestments zwischen Ende 2008 und Anfang 2009 faktisch zum Erliegen gekommen. Seitdem entspannt sich der Investmentmarkt zunehmend, heißt es in der neuen Analyse von DIP (Deutsche Immobilien Partner) zum deutschen Markt für Immobilieninvestments und Transaktionsvolumina. Dies sei nicht zuletzt Folge des raschen wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland. Die Trendwende soll sich, so DIP, 2011 fortsetzen. Es deute einiges darauf hin, dass zum Risiko bereitere Investoren ihr Engagement verstärken könnten, heißt es.

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Nach Analysen und vorläufigen Berechnungen von DIP sind die Umsätze auf dem deutschen Markt für Immobilieninvestments (Wohn- und Gewerbeinvestments, Asset- und Share-Deals) 2010 gegenüber dem Vorjahr um fünfzehn Prozent auf rund 46,4 Milliarden Euro gestiegen (2009: rund 40,3 Milliarden Euro). „So erfreulich diese Zahlen auf den ersten Blick erscheinen, sei indes zu bedenken, dass sie den Mittelwert der letzten zehn Jahre deutlich unterschreiten“, heißt es bei DIP. Dieser Mittelwert liegt bei etwa 65,1 Milliarden Euro und er erreiche, so DIP, selbst ohne die beiden außergewöhnlichen Boomjahre 2006 und 2007 immer hoch deutlich höhere 52,1 Milliarden Euro. Dennoch zeigt sich DIP optimistisch, dass 2011 die Marke von 55 Milliarden Euro übertroffen werden kann.

Verteilung der Transaktionsvolumina nach Asset-Klassen
2009 dominierten Wohninvestments mit einem Anteil von rund 52 Prozent am gesamten Geldumsatz zum ersten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre den deutschen Investmentmarkt. 2010 „übernahmen“ die gewerblichen Investments wieder die Spitzenposition: Vom gesamten Transaktionsvolumen des Jahres 2010 (46,4 Milliarden Euro) entfielen laut DIP 21,8 Milliarden Euro auf Wohninvestments und 24,6 Milliarden Euro auf gewerbliche Investments. Dabei legte das Transaktionsvolumen bei den Wohninvestments um vier Prozent und bei den gewerblichen Investments sogar um 24 Prozent gegenüber 2009 zu, so die DIP-Analyse.

Käufergruppen
Das Käuferspektrum dominierten 2010 vor allem eigenkapitalstarke Investoren wie beispielsweise offene und geschlossene Fonds sowie Pensionskassen, die vor allem auf der Suche nach großvolumigen Core-Objekten in Toplagen waren. Zu den größten Einzeldeals gehören unter anderem der Opernturm in Frankfurt, das Sony-Center und das Alexa in Berlin sowie der Vodafone-Campus in Düsseldorf. Die Unsicherheit an den Aktienmärkten und das anhaltende niedrige Zinsniveau führten laut Analyse darüber hinaus zum Fehlen alternativer Anlageformen, so dass insbesondere auch private Investoren verstärkt in Immobilien investierten. Diese wiederum seien vor allem auf dem Wohninvestmentmarkt aktiv geworden, der entsprechend gegenüber früheren Jahren deutlich stärker von kleinteiligen Deals bestimmt worden sei.