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Transaktionsvolumen in Europa stieg 2010 auf rund 83,3 Milliarden Euro

Der drohenden Eurokrise zum Trotz stieg das Transaktionsvolumen auf den europäischen Immobilienmärkten im Jahr 2010 auf rund 83,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2009 ist dies eine signifikante Verbesserung, die aber die Spitzenergebnisse aus den Boomjahren noch nicht erreicht. Dies geht aus der King Sturge-Studie „European Property Indicators“ für das vierte Quartal 2010 hervor.

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„Im Bereich der Büroimmobilienmärkte verzeichnen London, Paris und Moskau im vierten Quartal 2010 das stärkste Mietwachstum“, kommentiert Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland, die Ergebnisse der Studie der Kollegen aus London. „Auch Stockholm verzeichnet aufgrund des robusten Wirtschaftswachstums eine starke Zunahme der Büromieten.

In vielen anderen Märkten hingegen bleibt die Nachfrage nach Büroflächen gedämpft. In Dublin, Madrid und Athen sanken die Büromieten im vierten Quartal 2010.“ Mit 83,60 Euro pro m² pro Monat führt Genf das europaweite Ranking der Bürospitzenmieten im vierten Quartal 2010 an. Es folgen London (78,50 Euro pro m² pro Monat), Paris (63,30 Euro pro m² pro Monat) und Moskau (62,90 Euro pro m² pro Monat). Der deutsche Finanzplatz Frankfurt am Main liegt mit 31,50 Euro pro m² pro Monat auf dem achten Rang.

Auf den Einzelhandelsimmobilienmärkten haben in vielen westeuropäischen Metropolen Ende 2010 die Vermietungsaktivitäten zugenommen, was sich in steigenden Mieten widerspiegelt. Dabei wird die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen von internationalen Lebensmittel- und Textilunternehmen getrieben. Ausnahmen dieser Entwicklung bilden – verursacht durch die Schuldenkrise – Athen und Dublin. Sie weisen im vierten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Spitzenmiete für Einzelhandels-Immobilien von -20,0 Prozent bzw. -19,2 Prozent auf. Von der Erholung der Weltwirtschaft profitieren einzelne Industrie- und Logistikmärkte. So verdoppelte sich 2010 in Großbritannien der Flächenumsatz in diesem Segment im Vergleich zum Vorjahr.

Unter der Voraussetzung, dass die Wirtschaftserholung voranschreitet, wird nach den Erwartungen von King Sturge auch die Nutzernachfrage sektorenübergreifend weiter anziehen – jedoch in einer geringeren Geschwindigkeit als im vergangenen Jahr. Hettrich prognostiziert: „In einigen Lead-Märkten wie London, Paris und Moskau werden die Core- Büroflächen schon wieder knapp. Das ist die Chance, zweitklassige Immobilien zu revitalisieren und sie in den nächsten zwei Jahren wieder dem Markt zuzuführen.“