Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Top 100 Gastronomen mit 4,6 Prozent plus

Für Deutschlands führende Gastronomen brachte das Jahr 2005 erneut ein deutliches Plus von 4,6 Prozent beim Umsatz und damit die beste Entwicklung seit 2000 (2004: +3,9 Prozent). Eine signifikante Stimmungsverbesserung gab es in der zweiten Jahreshälfte und so sind die Erwartungen für das Jahr 2006 von großem Optimismus geprägt. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Branchenerhebung der Wirtschaftsfachzeitschrift
food-service (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main). Der Fachtitel praesentiert das Top 100 Branchenranking bereits zum 24. Mal.

.

Im Gegensatz zur Top100-Spitze in der Gastronomie ist der Gesamtmarkt (Statistisches Bundesamt: Kategorie Gaststätten) mit einem Minus von 1,9 Prozent nominal und 2,9 Prozent real noch immer auf leichtem Sinkflug. Auch in Sachen Wirtschaftsstimmung sind die Aussagen der Top100-Gastronomen optimistisch. Danach bewerten 62 Prozent aller Befragten ihre Ertragslage als gut oder sehr gut. In jedem zweiten Unternehmen wurde daher offensiver investiert. Die Erwartungen an das Jahr 2006 sind gepraegt von schon lange nicht mehr da gewesenem Optimismus. Höhere Umsätze (86 %), mehr Gäste (80 %), bessere Durchschnittsbons (57 %) und
unterm Strich mehr Ertrag (77 %), so die Prognosen im Detail.

77 der Top 100-Gastrounternehmen verbuchten 2005 einen Umsatzzuwachs, im Jahr 2004 waren dies dagegen nur 69. Die Ranking-Neulinge Do & Co sowie RestoLutz fuehren mit je 100 Prozent geschätztem Plus die Gewinnerliste an. 27 Unternehmen verzeichnen zwei- und mehrstellige Plusraten. Die Kehrseite der Medaille: 22 Prozent der Firmen haben niedrigere Erlöse als im Vorjahr.

Die Analyse der einzelnen Segmente zeigt, dass alle fünf Sektoren zum zweiten Mal in Folge mit positiven Vorzeichen abschneiden:
Freizeitsektor +8,9 Prozent (2004: +9,5 %), Fast Food +5,4 Prozent (+3,9), Fullservice-Kategorie +4,9 Prozent (+3,3), Handelsgastronomie +2,8 Prozent (+5,0) und Verkehrsgastronomie +2,6 Prozent (+2,1).

Weitere Ergebnisse der Umfrage: Überdurchschnittlich gut laufen die Geschäfte beim Event-Catering, „Eatertainment“, Frische-Fast Food und Take-away. Business mit Caffè Latte & Co. liefert den meisten Lernstoff für Strukturwandel in der Branche. Lifestyle ist der Seller schlechthin.

Fast Food ist weiterhin der Spielmacher der Profigastronomie. Knapp 50 Prozent aller Erloese werden in dieser Kategorie generiert. Subway hat 125 Units eroeffnet, Burger King 50 und McDonald's mit Umbauten über 50 McCafés installiert. Insgesamt gibt es seit Jahresfrist mehr als 300 neue Betriebe in diesem Segment.

Prominente Newcomer im Top 100-Ranking und auf der Anschlussliste (bis Platz 115): Starbucks Coffee, Total Tankstellen, RestoLutz Möbelhäuser, LPS Event Catering, Do & Co, Arena One (Fussball), Balzac Coffee, Kull & Weinzierl, Vapiano sowie Mongo'S.

Die Umsatzentwicklung in bestehenden Betrieben ist bei mehr als die Hälfte aller Unternehmen positiv. Herausragend: Ikea +14,8 Prozent, Joey's Pizza +14,4 Prozent und Cafe Del Sol +13,4 Prozent. Zweistellig im Minus sind allerdings alle Kinoketten bei dieser wichtigen Kennziffer für Analysten.

Was bringt die Zukunft? „Nur wer sich ändert, bleibt bestehen“,
prognostiziert Gretel Weiss, Chefredakteurin und Herausgeberin der Wirtschaftsfachzeitschrift food-service, der Gastronomie-Branche. Für den Weg in die Zukunft gebe es eine Benchmark: „Und die heisst Tradition und Moderne und Weltläufigkeit.“ Deutsche Küche sei wieder angesagt, als
Gegentrend zu immer mehr Ethno-Food.