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Thüringen: Trendwende 2006

Das Wirtschaftswachstum in Thüringen wird in diesem Jahr deutlich höher ausfallen als 2005. Aufgrund der Entwicklung im Dienstleistungs- und Staatssektor dürfte das Wachstum allerdings unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 1,8 % liegen. Zu diesem Ergebnis kommen die Volkswirte der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in ihrer aktuellen Studie.

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Wichtige Impulse für die Wirtschaftsentwicklung liefert die Thüringer Industrie. Der Umsatz stieg in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um rund 10 %. Der Sektor profitierte dabei von einer lebhaften Export- und Inlandsnachfrage. Zudem zeichnet sich im Baugewerbe erstmals seit elf Jahren eine Erholung ab. Rückläufig entwickeln sich dagegen das Gastgewerbe und der Einzelhandel. Der Einzelhandel sollte allerdings im Jahresverlauf von den Vorzieheffekten der anstehenden Mehrwertsteuer profitieren und im Gesamtjahr zumindest eine „schwarze Null“ erwirtschaften.

Am Thüringer Arbeitsmarkt zeichnet sich in diesem Jahr eine merkliche Besserung ab. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 15,1 % (Vorjahr 16,7 %). Die Zahl der Arbeitslosen sank um 11 % bei gleichzeitigem Rückgang der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen um 13 %.

Für 2007 erwarten die Helaba-Volkswirte, dass sich das Wachstum in Thüringen weiter stabilisieren wird. Die Mehrwertsteuererhöhung wird zwar voraussichtlich dämpfend wirken. Aufgrund der auslaufenden Anpassungsmaßnahmen im Staatssektor sollten die positiven Impulse aus der Industrie aber gesamtwirtschaftlich besser zum Tragen kommen.