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Telekom baut Rechenzentrum bei Magdeburg

Grundsteinlegung Biere

In der Gemeinde Biere, südlich von Magdeburg, wurde gestern der Grundstein für den Bau von Deutschlands größtem und modernstem Rechenzentrum gelegt. Bauherr ist T-Systems, die Großkundensparte der Deutschen Telekom. Das Dynamic Data Center Magdeburg/Biere soll im Frühjahr 2014 fertiggestellt sein. T-Systems investiert 100 Millionen Euro in den neuen Standort und schafft dabei 100 neue Arbeitsplätze. Das Land Sachsen-Anhalt fördert den Neubau mit 8,5 Mio. Euro. Das Rechenzentrum wird vorwiegend in der Sparte Cloud-Computing tätig sein.

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In der Endstufe soll das Rechenzentrum eine Fläche von 150.000 m² aufweisen. Allerdings wird im ersten Bauabschnitt nur eine Fläche von 5.000 m² bebaut. Der weitere Ausbau ist abhängig von der Nachfrage nach Cloud-Computing, dem externen Auslagern von Datenmengen.

„Ab 2014 wird in Biere das modernste und größte Rechenzentrum ans Netz geht“, erläuterte T-System-Chef Ferri Abolhassan. „Der weitere Ausbau hängt von der Kundennachfrage ab. Nach drei Jahren soll aber der Endausbau erreicht sein.“

Für Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff schließt das Bundesland damit „zu den wichtigsten europäischen Internetstandorten auf.“ Deshalb habe das Land auch alles getan, um das Vorhaben maximal zu fördern, kommentierte Haseloff.

Die BayernLB übernimmt als Führer eines Bankenkonsortiums mit LBBW und KfW Ipex die Finanzierung des Neubaus der beiden Rechenzentren für die T-Systems International GmbH. Darlehensnehmer sind vier Projektgesellschaften, die von Hannover Leasing verwaltet werden. Das Investitionsvolumen liegt im dreistelligen Millionenbereich.

Das Bankenkonsortium um die BayernLB finanziert den Grundstücksankauf und Bau von zwei Rechenzentren speziell für Cloud-Dienste. Standorte sind Magdeburg und Biere, wobei letzteres Deutschlands größtes Rechenzentrum sein wird. Nach Errichtung werden die Zentren in einer Leasingkonstruktion langfristig an T-Systems vermietet. Die Transaktion war rechtlich komplex, unter anderem wegen der Vielzahl der Beteiligten und der innovativen Struktur, die es ermöglicht, die Kosten für den Kunden T-Systems zu optimieren, so die Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer, die das Bankenkonsortium rechtlich beraten hat.

Foto v.l.n.r.: Klaus Pöllath (Vorstandmitglied Zublin), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, Geschäftsführer von T-Systems, Dr. Ferri Abolhassan.