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Tag der Architektur lockte mehr als 38.000 Besucher

Mehr als 38.000 Besucher nutzten am vergangenen Wochenende (27./28. Juni) in Nordrhein-Westfalen den „Tag der Architektur“, um neue und modernisierte Häuser, Wohnungen, Parks und Gärten in 163 Städten und Gemeinden zu erleben. 375 Bauwerke standen für das interessierte Publikum offen; Architekten und Bauherren erläuterten vor Ort Planungsideen und Architekturkonzepte. An einigen Wohnhäusern drängelten sich zeitweise mehrere hundert Architekturfans. „Die zahlreichen Gespräche vor Ort zwischen Architekten und Interessierten haben den Tag der Architektur zu einem echten Architekturfestival gemacht“, resümiert Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen. Die große Resonanz bekräftige das Interesse einer breiten Öffentlichkeit an Projekten der Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung.

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Zu den am stärksten frequentierten Bauwerken zählte die Sanierung eines Einfamilienhauses in Düsseldorf: Mehrere hundert Besucher wollten die Modernisierung des kubischen Wohnhauses von Sigg Architekten sehen, das 1929 für den damaligen Direktor der Kunstakademie, Walter Kaesbach, errichtet worden war. Das Projekt verdeutlichte das Potenzial, das im Gebäudebestand liegt. „Das Bestehende zu nutzen, um Neues zu schaffen, ist nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern dient auch dem Denkmalschutz und der Wahrung der Identität unserer Städte und Gemeinden“, erläutert Kammerpräsident Uhing. Auch die Sanierung eines in die Jahre gekommenen Bauernhofs in Remscheid durch ah-architektur unterstrich diese Behauptung. Der anspruchsvolle Umbau, in dessen Zuge u. a. ein ehemaliges Stallgebäude in ein attraktives Wohnhaus umgenutzt wurde, lockte nicht nur viele Besucher an, sondern auch das ZDF und den WDR, die umfassend berichteten

„Architektur hat Bestand“ lautete das bundesweite Motto des Tags der Architektur 2015. Neben Bestandsarbeiten wurden natürlich auch zahlreiche Neubauten vorgestellt, darunter Großprojekte wie die Quartiersentwicklung „Colon“ im „Park Linné“ in Köln (kister scheithauer gross), der Neubau der Folkwang Bibliothek in Essen (Max Dudler) oder die Freiraumgestaltung für das neue Wohnquartier „Niederfeldsee“ in Essen (Fox Landschaftsarchitekten). In Köln lockten gleich vier neue U-Bahn-Stationen viele hundert Besucher unter die Erde, u. a. die neue „Kathedrale des Verkehrs“ genannte U-Bahn-Haltestelle Heumarkt (Coersmeier Tebroke).

Das rege Interesse an neuer und erneuerter Architektur spiegelt sich auch in der Nutzung der neuen Medien: Die Internet-Bilddatenbank der Architektenkammer wurde rege genutzt, die bundesweite App zum Tag der Architektur mehrere tausend Mal heruntergeladen. Der laufenden Berichterstattung der Architektenkammer NRW auf Facebook folgten viele Interessierte und kommentierten dort einzelne Bauwerke.