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Studentisches Wohnen – Assetklasse oder Nischenprodukt?

Im Verlauf des Jahres 2012 dürften die ersten Bewohner ins neu erbaute Albrecht-Mendelssohn-Bartholdy-Haus in Hamburg-Hammerbrook ziehen. Dann wird sich das erste Studenten-Apartmenthaus der Hansestadt, das sich jetzt kurz vor seinem Baubeginn befindet, mit Leben füllen. Das Hamburger Projekt der GBI AG rückt eine Asset Klasse in den Vordergrund, die in Deutschland lange Zeit kaum jemand auf der Watch-List hatte. Sie bietet Chancen abseits altbekannter Investitionen in Büro- und Einzelhandelsimmobilien, wo Core-Immobilien zwar weiterhin gute Renditen versprechen, die Nachfrage das Angebot aber bisweilen deutlich übersteigt.

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Studenten sind keine Bevölkerungsgruppe, bei der sich das Engagement privater und auf Rendite schielender Investoren lohnt. In Deutschland war das wohl lange Zeit eine vorherrschende Meinung. Reich sind die meisten Studenten ja wirklich nicht: Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Empirica liegt ihr durchschnittliches Einkommen in Deutschland bei monatlich 813 Euro, während ihre Durchschnittsausgaben für Miete 300 Euro pro Monat erreichen. Das klingt erst einmal nicht nach der Möglichkeit großer Mieteinnahmen für potenzielle Vermieter. Bedenkt man jedoch, dass die angebotenen Zimmer im bereits vorgestellten Albrecht-Mendelssohn-Bartholdy-Haus 18 m² groß sind und kalt 340 Euro kosten, kommt man auf einen Quadratmeterpreis von etwa 18,89 Euro, was im direkten Vergleich mit den Mietpreisen kleiner Apartment-Wohnungen mithalten kann.

Wachsende Zielgruppe für Studentisches Wohnen
Hinzu kommt, dass die Zielgruppe für die Assetklasse in Deutschland wächst: Während laut Statistischem Bundesamt im Wintersemester 1999/2000 insgesamt 1,80 Millionen Menschen auf Deutschlands Hochschulen studiert haben, waren es zehn Jahre später bereits 2,12 Millionen Studierende. Und die müssen sich auf der Suche nach passendem Wohnraum bisweilen sehr anstrengen. So berichtete ein Studentenrat-Referent der Universität Jena Ende Oktober 2010 gegenüber der Nachrichtenagentur dapd von komplett belegten Studentenwohnheimen in Jena, von ausgebuchten Hostels und etwa 300 Studenten, die noch keine feste Bleibe gefunden hätten. 750 Studenten stünden in Kassel auf den Wartelisten der Studentenwohnheime, berichtete bereits einen Monat zuvor ein Artikel der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung und in München verloste das Studentenwerk 2010 einhundert Zimmer unter zahlreichen Bewerbern.