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Streit beim Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses

Laut Beschluss des Bundestages soll die barocke Fassade des Berliner Stadtschlosses bei dessen Wiederaufbau rekonstruiert werden. Architekten aus der Jury, die Ende November 2008 den Architekten-Wettbewerb für den Wiederaufbau entscheiden sollen, haben sich nun gegen diese Vorgabe gewehrt. Eine moderne Fassade sei — so der italienische Architekt Vittorio Magnago Lampugnani — ebenso möglich und sinnvoll. Sowohl der Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee als auch der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz beharren jedoch darauf, dass die Vorgaben des Bundestages vom Juli 2001 umgesetzt werden.

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Dieser Beschluss sieht ein Gebäude in der Kubatur des Schlosses vor, d.h. die Errichtung von drei Fassaden an der Nord-, West- und Südseite sowie weiterer drei Fassaden im Schlüterhof. Gegenüber dem "Tagesspiegel" betonte Tiefensee, das sich die Jury-Mitglieder wie Wettbewerbsteilnehmer der Auslobung zur Realisierung des Bundestagsbeschlusses verpflichtet hätten und eine moderne Fassade undiskutabel sei.

Insgesamt 154 Bewerber hatten sich ursprünglich für den Architekten-Wettbewerb gemeldet; die Entwürfe der 30 verbliebenen Bewerber werden von der Jury am 27. und 28. November begutachtet. Das Ergebnis des Wettbewerbs soll dann am 28. November verkündigt werden.

Die Gesamtprojektkosten ohne Grundstück werden auf 480 Millionen Euro geschätzt. Hinzukommen 72 Millionen Euro für die Erstausstattung des Gebäudes.

Der Bund und Berlin bringen ihre jeweiligen Grundstücke im Schlossareal ein. Der Bund trägt außerdem von den Gesamtprojektkosten 440 Millionen Euro, Berlin 32 Millionen Euro. Für die Wiederherstellung der historischen Fassade sollen private Spenden in Höhe von 80 Millionen Euro einfließen.

Der Baubeginn für das Prestige-Objekt könnte 2010 und die Eröffnung 2013 sein.