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Statikmängel: Bottroper Skihalle vor dem Aus?

Die Skihalle in Bottrop, die mit 640 Metern als die längste der Welt gilt, könnte wegen statischer Mängel vor der Schließung stehen. Die Halle wurde vor über zehn Jahren für rund 50 Millionen Euro auf mehr als 180 Pfeilern über der Abraumhalde des Bergwerks Prosper-Haniel errichtet. Das Bergwerk wird als letzte deutsche Zeche im Jahr 2018 seinen Betrieb einstellen und befindet sich in direkter Nachbarschaft.

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Im Sommer hatten Gutachter bei 15 Pfeilern Bewegungen festgestellt, bei elf davon wurden die Betonfundamente verstärkt; das Problem schien vorerst gelöst. Vor einigen Tagen wurde jedoch fest gestellt, dass sich zwar manche der zuvor als kritisch angesehenen Pfeiler tatsächlich stabilisiert hatten, andere sich jedoch weiter verschoben haben. Einer der Pfeiler weicht mittlerweile um 22 Zentimeter von der errechneten Position ab, bei einer weiteren Verschiebung um drei Zentimeter müsste die Halle nach den derzeit geltenden Vorschriften geschlossen werden.

Eine langfristige Lösung wird dadurch erschwert, dass die genaue Ursache der Pfeilerinstabilitäten unklar ist. Einige Experten vermuten Verschiebungen im Material der darunter liegenden Abraumhalde. Je nach Ursache der Absenkungen und angestrebter baulicher Lösung könnten auf die Betreiber erhebliche Kosten zukommen. Die Landesregierung musste das Alpincenter, das die Halle betreibt, vor einigen Jahren schon einmal vor dem Konkurs retten.