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Starke Nachfrage nach Büroflächen in CEE Region

Dr. Andreas Ridder

Das Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa ist nach wie vor solide, ebenso die Nachfrage nach Büroflächen. Diese Faktoren sind dafür verantwortlich, dass der Büromarkt in der CEE Region zu den gesündesten in Europa zählt. Zwar gab es im ersten Halbjahr 2008 eine Vielzahl an Vermietungen, die allerdings nicht mit den Fertigstellungen von neuen Büroflächen mithalten konnten. Dadurch stieg die Leerstandsrate in der gesamten Region leicht. Die zu erwartenden sinkenden Leerstandsraten sowie das knappe Angebot sind dafür ausschlaggebend, dass in einigen Märkten die Mietpreise weiter steigen werden.

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Die weitere Entwicklung des Büroflächenmarktes wird stark davon abhängen, wie sich die neue Welle an fertiggestellten Bürofläche in bestimmten Märkten auswirken wird. Zumindest kurzfristig werden das kontinuierliche Wirtschaftswachstum und das Neu-Angebot an Immobilien die CEE Büroimmobilien-Märkte weiter beleben und die Mietmärkte trotz der weltweiten wirtschaftlichen Probleme stabil halten.

In den meisten CEE Ländern wird 2008 weiterhin ein stabiles Wirtschaftswachstum erwartet, und das trotz der unsicherer werdenden Rahmenbedingungen und des geringeren Wachstums in der Eurozone und in den USA. Einige CEE Länder werden wohl deshalb 2008 leicht abgeschwächte Wachstumsraten gegenüber 2007 vorweisen, nicht zuletzt deshalb, weil die wirtschaftliche Entwicklung in der CEE Region weiterhin durch das weltweite Finanzklima beeinflusst wird. Die wichtigsten Auswirkungen der globalen Finanzkrise sind, dass Entscheidungen auf den CEE Immobilienmärkten nun wieder stärker von Rahmenbedingungen des eigenen Marktes beeinflusst sind als vom generellen Druck auf die Renditen, der in den letzten Jahren vorherrschte.

Die CEE Büromärkte sind „Angebotsmärkte“, d.h. das Angebot an Büroflächen bestimmt den Markt. In den kommenden ein bis zwei Jahren wird eine große Menge an neuen Büroflächen in den CEE Ländern auf den Markt kommen. In kleineren Büromärkten könnten diese neuen Büroflächen zu einem Ungleichgewicht führen und die Märkte von Angebots- zu Nachfragemärkten machen.

Jos Tromp, Head of Research für die Region CEE bei CB Richard Ellis, kommentiert die Situation in CEE wie folgt: „Generell lässt sich sagen, dass die Büromärkte innerhalb der CEE Region auch 2008 weiterhin stark bleiben. Aufgrund der Fertigstellungen und der unterschiedlichen Größen der Märkte könnte die Performance in den CEE Ländern allerdings nicht ganz einheitlich sein“.

Andreas Ridder, Geschäftsführer von CB Richard Ellis Wien und für die gesamte CEE Region verantwortlich: „In einigen Ländern ist die Anzahl der in der Pipeline befindlichen Büroflächen stark gesunken, nachdem Investoren und Entwickler im Lichte des wirtschaftlichen Klimas wesentlich zurückhaltender geworden sind. Während dies in einigen Ländern die Vermietungsleistung limitiert, kann es einigen kleinen Märkten helfen, nicht von neuen Projekten und Büroflächen überschwemmt zu werden“.

Jos Tromp komplettiert: „Märkte mit begrenztem Angebot, eine starke Vermietungsleistung sowie eine begrenzte Anzahl an Projekten in der Pipeline sind typische Vorboten für steigende Mieten. In einigen Büromärkten – wie zum Beispiel Moskau (+13 %), Kiew (+27%), Warschau (+6%) und Prag (+5%) - stiegen die Mieten im ersten Halbjahr 2008 gegenüber Ende 2007 stark an. Auf der anderen Seite sind kleinere Märkte mit vielen Fertigstellungen weitaus weniger belastbar.“