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Stuttgart: Stadt will Wagenhallen komplett sanieren

Die Stadt Stuttgart will das Kultur- und Veranstaltungszentrum Wagenhallen im Nordbahnhofviertel erhalten. Nach Beratungen in der gestrigen Bürgermeisterrunde sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn: „Es ist richtig, die Wagenhallen mit all ihren Nutzungen zu erhalten. Die Wagenhallen gehören zum kulturellen Markenkern unserer Stadt. Sie genießen nicht nur großes Ansehen innerhalb der Stadtgesellschaft, sondern die Wagenhallen sind Anziehungspunkt weit über Stuttgart hinaus.“ Die Stadt strebt noch vor der Sommerpause einen Grundsatzbeschluss im Gemeinderat über die Sanierung der Wagenhallen an. Damit sollen sowohl die Künstlerateliers als auch der Veranstaltungsbetrieb dauerhaft gesichert werden.

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Die Kostenschätzung für das Vorhaben beläuft sich derzeit auf bis zu 30 Millionen Euro. Die Sanierung, die den Anforderungen von Lärm- und Brandschutz Rechnung tragen wird, soll im Herbst 2016 beginnen und voraussichtlich bis zu anderthalb Jahre dauern. Während der Umbauarbeiten ist eine Nutzung der Wagenhallen nicht möglich. Für die Planung und Bauvorbereitung kann auf die im Doppelhaushalt 2014/15 bereits eingestellten Sanierungsmittel von insgesamt rund 5,5 Millionen Euro zurückgegriffen werden. Noch im März wird es Gespräche mit dem Hauptmieter, den Künstlern und den Betreibern der Veranstaltungshallen über die Sanierung und das künftige Nutzungskonzept geben.

Am Donnerstagabend informierten Erster Bürgermeister Michael Föll und Kulturbürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann die Fraktionsspitzen und kulturpolitischen Sprecher im Gemeinderat. „Die jetzt geschätzten Kosten von bis zu 30 Millionen Euro sind auch für Stuttgart eine große Herausforderung. Aber diese Investition zahlt sich aus: für die Kulturschaffenden wie für die Bürgerinnen und Bürger„, erklärte Föll. „Die Wagenhallen haben für den Kulturstandort Stuttgart eine enorme Bedeutung: Sie lindern einerseits das vorhandene Defizit bei den Veranstaltungsräumen und sind andererseits bei der Ateliersituation kulturpolitisch wichtig“, betonte Eisenmann.