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Staatsfonds investieren US$ 725 Milliarden bis 2015

Dr. Ridder

Staatsfonds (Sovereign Wealth Funds) werden in den nächsten Jahren die größten Investoren am Gewerbeimmobilienmarkt werden und - gemäß eines neuen, globalen Berichtes von CB Richard Ellis - in den nächsten sieben Jahren mehr als US$ 725 Milliarden investieren.

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Obwohl mehr als die Hälfte der Staatsfonds schon in gewerbliche Immobilien investiert haben, werden die Investitionen in diesem Bereich weiterhin rasant ansteigen. Die Impulse, die hiervon für den weltweiten Immobilienmarkt ausgehen werden, sind enorm.

Ray Torto, Chief Global Economist bei CB Richard Ellis, erklärt das folgendermaßen: „Unter der Voraussetzung, dass die Charakteristika der Immobilieninvestments – laufende Einnahmen in Kombination mit langfristigen Wertsteigerungen – den Anforderungen der Staatsfonds entsprechen, erwarten wir eine steigende Bedeutung im Rahmen der Gewerbeimmobilien um rund 7 % ihres Gesamtportfoliobestandes. Mit nahezu US$ 4 Billionen aller Assets, die sich unter Staatsfonds-Aufsicht befinden, würde eine Wertsteigerung um 7 % insgesamt eine Summe von US$ 280 Milliarden für alle Immobilieninvestments weltweit ausmachen. Um diese Zahl zu verdeutlichen: das gesamte institutionelle U.S. Immobilienportfolio, das von Investmentmanagern verwaltet wird, beträgt bis dato insgesamt rund US$ 330 Milliarden[1].“

Ray Torto weiter: „Langfristig gesehen ist das Potenzial der Staatsfonds sogar noch größer: Es wird angenommen, dass die Staatsfonds bis 2015 Assets in der Höhe von US$ 12 Billionen[2] erreichen werden. Eine Steigerung von 7 % bedeutet damit, dass Staatsfonds in den kommenden sieben Jahren rund US$ 725 Milliarden[3] an Nettoinvestitionen im Immobilienbereich tätigen werden.

Der Einfluss der Staatsfonds wird damit weltweit zu spüren sein. Um die avisierten Umsätze zu erreichen, werden die Staatsfonds ihre zukünftigen Investments geographisch, branchenspezifisch und finanztechnisch weiter streuen müssen. Bis jetzt waren die Staatsfonds Immobilieninvestments hauptsächlich auf den US-Markt und den Mittleren Osten fokussiert.

„Obwohl Staatsfonds sich weiterhin auf Core Immobilien in großen Märkten konzentrieren werden, werden sie in Zukunft mehr Kapital in anderen Ländern und in neue Branchen investieren müssen. Bevorzugte Zukunftsdestinationen werden jene Staaten - u.a. auch Japan und Großbritannien - sein, deren Währungen noch nicht in den Staatsfonds-Reserven enthalten sind,“ so Michael Haddock, Director EMEA Research, CB Richard Ellis.

Und Haddock weiter: „Staatsfonds müssen sowohl den indirekten Investmentmarkt als auch den Finanzierungsmarkt beobachten, wenn sie ihre Ziele auf dem Immobilienmarkt erreichen wollen. Es ist auch möglich, dass wir sehr bald zahlreiche Käufe von Immobiliengesellschaften erleben werden – börsennotierte und nicht-börsennotierte -, damit die SWFs rasch zu einem direkten Immobilienportfolio kommen und gleichzeitig die entsprechende Managementinfrastruktur erhalten.“

„Direkte Investitionen werden wahrscheinlich den größten Anteil an Staatsfonds-Investments ausmachen, aber da diese ihr Kapital immer breiter streuen, werden sie alternative Wege dazu suchen, ihr Geld zu investieren. Vor allem nicht-börsennotierte Immobilienfonds werden zunehmend das Interesse der Staatsfonds auf sich ziehen.“, so Torto.

Die steigenden Investitionen der Staatsfonds im Immobilienbereich werden gleichzeitig auch eine Erholung im Sekundärmarkt der Immobilienkredite bewirken. Die Verlagerungen innerhalb des Kreditmarktes werden attraktive Investmentmöglichkeiten für eigenkapitalstarke Staatsfonds mit Langfristperspektive eröffnen.

Dazu Dr. Andreas Ridder, Geschäftsführer von CB Richard Ellis in Wien und für die gesamte CEE Region verantwortlich: „Die Staatsfonds haben bis dato eine Reihe unkonventioneller Immobilieninvestments in verschiedenen Märkten getätigt – wir erwarten, dass dieser Trend weiter anhalten wird. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch, dass die Staatsfonds geduldige Investoren sind, die sehr gut über die Marktlage unterrichtet sind. So wird ihre weitere Expansionspolitik und ihr Markteintritt in bestimmten Märkten sehr wohl überlegt und gut durchdacht sein.“