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Spatenstich für höchsten begehbaren Holzturms Europa am Wiener Hauptbahnhof

Große Vorbilder von Baustellen-Infozentren wie die Infobox in Berlin am Potsdamer Platz und das Turmforum in Stuttgart mit Besucherzahlen in Millionenhöhe haben die ÖBB und die Stadt Wien dazu animiert, gemeinsam für das Projekt Hauptbahnhof Wien ein solches Informationszentrum zu errichten.

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Das Gesamtprojekt Hauptbahnhof Wien ist die derzeit bedeutendste Infrastrukturmaßnahme für die Stadt und ihre Menschen – und auch in Europa findet das Projekt kaum Seinesgleichen. Zentrumsnah entsteht hier ein neues Stadtviertel, das sich mit seinem Herzstück – dem neuen Durchgangsbahnhof – durch beste Verkehrsanbindungen und hohe Wohn- und Lebensqualität auszeichnet. Ein Projekt von dieser Dimension und Bedeutung braucht ein entsprechendes Informationszentrum, einen Ort an dem sich Neugierige jeden Alters treffen, informieren und austauschen können. „Von Planungsbeginn an haben wir laufend Anrainer, Fahrgäste und Interessierte über das Projekt informiert. Transparenz und Dialog sind uns hier sehr wichtig. Dieses Informationszentrum wird Anlaufstelle für alle Menschen die erleben und erfahren wollen, wie so ein riesiges Bauprojekt entsteht, was alles dahinter steckt und was sie nach der Fertigstellung erwartet“, betont Vorstandssprecher der ÖBB Peter Klugar beim Spatenstich.

Junge Wiener Architektur
Junge Architektenbüros die bereits im Architekturjahr 2005 am Ausstellungsprojekt „Young Viennese Architects – YoVA“ teilnahmen, wurden zu einem Gestaltungswettbewerb für das Informationszentrum eingeladen. Wie schon 2005 zeigte auch dieser Wettbewerb das hohe Qualitätsniveau das die junge Wiener Architektenszene aufweist und welches Potenzial hier besteht. Die vielen innovativen Ideen, die für das Informationszentrum eingebracht wurden, hat der Jury die Entscheidung nicht leicht gemacht - letztendlich konnte das Team „rahm architekten“ den Wettbewerb für sich entscheiden. „Die Wienerinnen und Wiener und alle BesucherInnen bekommen mit dem bahnorama ein architektonisch ansprechendes Informationszentrum über das Jahrhundertbauwerk Hauptbahnhof und den angrenzenden Stadtteil“, unterstreicht Stadtrat Rudi Schicker und ergänzt: „Der Aussichtsturm verschafft zudem einen hervorragenden Überblick über die 50 ha große Baustelle.“

Höchster begehbarer Holzturm Europas
Das Ausstellungsgebäude, ein schlichter 2-geschoßiger Holzbau, wird sich durch seine Signalfarbe Rot hervorheben. „Es wird gesehen, es soll Aufmerksamkeit erregen und einladen“, so Hans Schartner von „rahm architekten“ zu seiner Kreation. Das Material für die tragende Konstruktion der Ausstellungshalle und für den Turm ist unbehandeltes Fichtenholz. Das Holzfachwerk steht für nachwachsenden Rohstoff, einfache Montage und Demontage der Konstruktion. Das absolute Highlight ist ohne Zweifel der Turm der an der Seite des Ausstellungsgebäudes 66 Meter in die Höhe ragt. Zwei Panoramalifte werden die Besucher hoch zu einer Plattform in rund 40 Meter Höhe bringen. Es handelt sich um einen Orientierungs- und Aussichtsturm, der den Besuchern einen Blick von Oben auf die Baustelle und ihre enorme Dimension gewähren wird.

Am Beginn der Fußgängerzone Favoritenstraße an der Ecke zur Sonnwendgasse, dort wo sich der Straßenzug zu einem Platz aufweitet, wird das Informationszentrum über fünf Jahre ein freies Grundstück besetzen. An dieser Stelle, dem neuen Bahnhofszugang Süd gegenüber, ist man mitten im Baugeschehen. Bezirksvorsteherin von Favoriten, Hermine Mospointner freut sich über den Standort, der so wie sie sagt: „genau der richtige ist, weil man von hier den besten Blick auf die Baustelle hat und natürlich auch der 10. Bezirk von diesem Neuzuzug mit Ausstellung und Café profitieren wird und so eine tolle Einrichtung zusätzliche Belebung für die Favoritenstraße."