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Spanische ACS verpfändet Hochtief-Aktien an BBVA

Der Baukonzern ACS, der vor einem guten Jahr Hochtief übernommen hatte, muss nun rund 60% seiner Anteile an dem deutschen Bauunternehmen verpfänden. Die Hochtief-Aktien im Gegenwert von etwa 900 Millionen Euro fungieren dabei als Sicherheit für eine Kreditlinie, welche die ACS bei der spanischen Bank BBVA unterhält. Der ACS-Konzern war zum Ende des ersten Quartals insgesamt mit rund 10,5 Milliarden Euro verschuldet.

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Der jetzt verlängerte BBVA-Kredit läuft noch bis August 2015, so lange gilt auch die Verpfändung. Damit kontrolliert die spanische Bank indirekt nun gut 30% an dem deutschen Unternehmen. Etwa derselbe Anteil reichte ACS vergangenes Jahr aus, um eine feindliche Übernahme von Hochtief zu starten. Mittlerweile ist ACS, die rund 54% an Hochtief hält, durch die spanische Baukrise selber in Schieflage geraten.

Sollte ACS den Kredit nicht ordnungsgemäß bedienen, könnte der Hochtief-Anteil an die BBVA fallen. Nach Ansicht von Analysten wäre in diesem Falle damit zu rechnen, dass die Bank den Anteil weiterveräußert, etwa an Hedgefonds oder andere Aufkäufer. Damit könnte es dann zu einer erneuten Übernahme von Hochtief kommen. Eine Zerschlagung wäre ebenfalls denkbar, da die Summe der Teile von Hochtief höher eingeschätzt wird als der gegenwärtige Börsenwert.

Im Vergleich zu anderen spanischen Banken gilt die BBVA solide und wenig gefährdet. Am Dienstag vermeldete das Institut einen Quartalsgewinn von 500 Millionen Euro, obwohl auf Anweisung der spanischen Regierung erhebliche Rückstellungen für mögliche Ausfälle von Immobilienkrediten gebildet wurden.