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Solardächer made in Germany für Ostasien

In Ostasien nehmen zwei neue Photovoltaikanlagen aus dem Solardachprogramm der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) ihren Betrieb auf: eines am heutigen Donnerstag auf der Deutschen Schule Shanghai, das andere am kommenden Montag auf dem Goethe-Institut in Seoul. Der Betrieb der beiden Anlagen ist mit Informationsveranstaltungen zum Thema Solarenergie und Schulungen für Vertriebspartner verbunden und wird so vor Ort die Qualität von Solartechnologie aus Deutschland demonstrieren. In Shanghai führen die Firmen SMA Technologie AG und Sunset Energietechnik GmbH das Projekt durch; in Seoul die Scheuten Solar Technology GmbH wiederum in Zusammenarbeit mit dem Wechselrichterhersteller SMA.

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"Sowohl Südkorea als auch China sehen in regenerativen Energien eine wichtige Säule für die zukünftige Energieversorgung", betonte Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Das starke Wirtschaftswachstum und der damit zunehmende Energiebedarf stellten die Region vor große Herausforderungen. Für die Nutzung von Sonnenenergie seien die natürlichen Voraussetzungen in China und Südkorea sehr gut. "Südkorea zeigt mit der Förderung von Erneuerbaren Energien und Solartechnik den politischen Willen, sich von fossilen Energieträgern weiter unabhängig zu machen. China nutzt schon heute in großem Umfang die Photovoltaik für die Stromversorgung von Dörfern. Unsere Leuchtturmprojekte geben deutschen Herstellern die Möglichkeit, ihr erstklassiges Know-how vor Ort zu präsentieren und so auf diesen Zukunftsmärkten Fuß zu fassen."

Die Photovoltaikanlagen in Shanghai und Seoul haben eine Spitzenleistung von 13,4 beziehungsweise 15,4 Kilowatt. Im Jahr werden sie voraussichtlich 14.000 beziehungsweise 15.000 Kilowattstunden umweltfreundlichem Strom produzieren. Dieser wird in Shanghai direkt genutzt und in Seoul in das Netz des örtlichen Energieversorgers eingespeist und vergütet.

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit sollen insbesondere die Erfahrungen mit dem netzgekoppelten Betrieb an Politiker, Ingenieure und Investoren weitergegeben werden. Weitere Veranstaltungen sind zum Thema Solarenergie geplant. Schüler, Mitarbeiter und Besucher der Deutschen Schule Shanghai und des Goethe-Instituts in Seoul können sich über große Digital-Displays über die Leistung der Solardächer informieren. Auch im Internet wird der Betrieb fortlaufend dokumentiert.

Finanziert werden die Projekte als Public-Private-Partnership vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und von den beteiligten Unternehmen. Sie entstanden im Rahmen des dena-Programms "Solardächer auf deutschen Schulen und Einrichtungen im Ausland", das weltweit für die Anwendung von Solartechnik aus Deutschland wirbt. Vergleichbare Projekte wurden bereits in Athen, San Salvador, Windhoek, Lissabon, Singapur und Mbinga (Tansania) realisiert.