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Rapid Wien - Kurs aufs neue Stadion

Der österreichische Fußballklub SK Rapid Wien hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, und zwar die Fertigstellung der eigenen Arena bis zum Juli 2016. Doch wer sich in Wien-Hütteldorf die riesige Baugrube ansieht, zeigt sich angesichts des straffen Zeitplans skeptisch. Laut Rapids Projektleitern steht dem Bau aber nichts mehr im Wege. Sobald auch der letzte Tribünenrest abgetragen wurde, kann der Neubau offiziell beginnen. Nachdem das Baurecht und die Baubewilligung eingegangen ist, wurde der erste Spatenstich für den 12. Februar angekündigt.

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53 Millionen Euro lässt sich Rapid Wien die neue Arena kosten, gefüllt mit Innovationen, die sich sehen lassen können. Das um 90 Grad gedrehte alte Hanappi-Stadion wird in Zukunft den Namen „Allianz Stadion“ tragen und Platz für 24.200 Gäste bieten. Darunter 2.500 Business- und VIP Seats, sowie insgesamt 42 Logen. Dazu bietet das neue Stadion die Möglichkeit, Sitzplätze abzusenken, sodass die Besucher Kapazität auf 28.000 heraufgesetzt werden kann. Familien sollen beim Besuch der neuen Arena auch auf Ihre Kosten kommen, und zwar mit einer eigenen Familientribüne. Auch an die unmittelbaren Nachbarn des Stadions wurde gedacht. Weniger Licht als auch Lärmemissionen sorgen in Zukunft für ein angenehmes Miteinander.

Doch auf eine ganz besondere Neuheit können sich alle hartgesottenen grün-weiß Fans freuen. “Es wird eine Kapelle geben, wo Rapid-Fans ihre Kinder taufen lassen können und Hochzeiten abhalten können“, ließ Rapid Präsident Michael Krammer verkünden und stimmte mit diesem Statement sicher auch den letzten unstimmigen Rapid Fan um.



Der SK Rapid hatte der Öffentlichkeit das Stadionprojekt zum ersten Mal im Juni 2014 vorgestellt. Der Neubau der Heimstätte des SK Rapid soll während der nächsten beiden Spielzeiten bis Sommer 2016 an Stelle des in 1977 erbauten Gerhard-Hanappi-Stadions erfolgen, das inzwischen abgerissen wurde. Das Alleinstellungsmerkmal des neuen Allianz Stadions wird dank seiner auffälligen Röhrenform das an die neue Westtribüne angrenzende Hauptgebäude sein, in dem neben den Mannschaftsräumen und Businesslounges auch die Geschäftsräume, der Fanshop und das Vereinsmuseum des SK Rapid untergebracht sein werden.

Eine besondere Komponente des Stadionkomplexes bildet der letzte Flutlichtmast des Gerhard-Hanappi-Stadions, der als Gestaltungselement zur emotionalen Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Zukunft des SK Rapid erhalten bleiben wird. Als weitere Reminiszenz an vergangene Tage soll zudem der entstehende Stadionvorplatz und damit die Vereinsadresse zum Gerhard-Hanappi-Platz werden.

Nicht zuletzt war selbstverständlich die Kostenfrage ein wichtiges Bewertungskriterium. Finanziert wird das Stadionprojekt zu ca. 40% durch Fördermittel der Stadt Wien, die ursprünglich für die Sanierung des Gerhard-Hanappi-Stadions gedacht waren. Die restlichen Mittel werden über eine langfristige Kreditfinanzierung aufgebracht.